Mord in Burghausen - Verdächtiger in Hochburg-Ach festgenommen
BURGHAUSEN/HOCHBURG-ACH. Am späten Donnerstagabend wurde 32-jähriger Mann in Burghausen erschossen. Nach einer Großfahndung der bayrischen und österreichischen Polizei konnte in der Nacht ein laut Polizeiangaben dringend tatverdächtiger 60-Jähriger im Gemeindegebiet von Hochburg-Ach festgenommen werden.

Der 60-jährige kosovarische Staatsbürger aus Deutschland flüchtete nach dem Tötungsdelikt in Burghausen mit seinem Auto nach Oberösterreich. Gegen 22.55 Uhr konnte das Täterfahrzeug im Bereich des „Inn-Salzach Blickes“ in Überackern gesichtet werden. Daraufhin wurde das Sondereinsatzkommando „Cobra“ verständigt. Der Einsatz wurde auch von einem deutschen Polizeihubschrauber unterstützt. Ein Diensthund konnte schließlich die Witterung des Täters aufnehmen und diesen stellen. Der Mann hatte sich in einer stark abfallenden Böschung versteckt. Der 60-Jährige wurde anschließend gegen 1.30 Uhr durch Cobra-Beamte festgenommen. Zusätzlich waren bei der Fahndung noch SRK-Beamte, zahlreiche Streifen sowie eine Polizeidrohne im Einsatz.
Tat ereignete sich vor Spielhalle
Dem Tötungsdelikt vorausgegangen war eine Auseinandersetzung vor einer Spielhalle in einem Gewerbegebiet von Burghausen. Weitere Personen, die sich in der Nähe des Tatorts befanden, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Schütze flüchtete in einem BMW.
Straßensperren und Warnungen über soziale Netzwerke
Die Polizei setzte im Anschluss alle Hebel in Bewegung, um den Täter schnellstmöglich zu fassen. Straßen wurden gesperrt, Fahrzeuge angehalten und die darin sitzenden Menschen kontrolliert. Es gingen auch Warnungen über Soziale Medien an die Bevölkerung in Bayern und Oberösterreich heraus, dass keine Anhalter mitgenommen werden sollen. Die Bevölkerung wurde auch dazu angehalten, verdächtige Wahrnehmungen zu melden. Nach der Festnahme in Hochburg-Ach laufen nun die Ermittlungen, denn derzeit steht noch nicht fest, in welcher Beziehung Opfer und Täter zueinander standen und warum es zur tödlichen Auseinandersetzung in Burghausen gekommen war.
Innenminister gratuliert zu Fahndungserfolg
„Der rasche und erfolgreiche Zugriff auf den mutmaßlichen Täter aus Deutschland ist Beweis für die professionelle länderübergreifende Zusammenarbeit der Polizei.Er zeigt aber auch die gelungene Vernetzung zwischen den im Herbst 2021 eingeführten Schnellen Interventionsgruppen und dem Einsatzkommando Cobra bei der Bewältigung von Hochrisikoeinsätzen“, so Innenminister Gerhard Karner in einer ersten Stellungnahme.


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