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BRAUNAU. Am 8. März ist internationaler Frauentag. Die Beratungsstelle Frau für Frau macht daraus  zum elften Mal gleich mehrere Tage und widmet die Veranstaltungsreihe dieses Mal dem Thema „Frau und Kunst“.

Mara Mattuschka in ihrem Atelier. Foto: Manfred Pauker
Mara Mattuschka in ihrem Atelier. Foto: Manfred Pauker
Ja,  auch  im  Bereich  der  Kunst und Kultur gibt es sehr viele erfolgreiche Frauen, die allerdings im  Vergleich  zu  ihren  männlichen Kollegen oft wenig bekannt sind. Um darauf aufmerksam zu machen,  widmen  sich  die  elften Braunauer Frauentage heuer dem Thema „Frau und Kunst“. Die Organisatorin und Leiterin der Beratungsstelle Frau für Frau Monika Krahwinkler weiß, dass es Frauen, die künstlerisch tätig sind,  schwer  haben:  „Im  ohnehin schon kurz gehaltenen Kultur- und Kunstbereich mangelt es an Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern, was für die soziale Situation und den Alltag von Künstlerinnen alles andere als rosig ist.“ Als prägnantes Beispiel nennt Krahwinkler die Ausstattung des neuen Linzer Musiktheaters. Hier seien alle „Kunst am Bau“-Projekte, für die insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung standen, ausschließlich an männliche Künstler vergeben worden. Ähnlich sehe es in der Filmbranche aus. Zwar gewinnen von Frauen inszenierte Filme häufiger Filmpreise und nehmen an Filmfestivals teil, aber im Bereich Kinofilm sind sie deutlich unterrepräsentiert. Dies ergab eine Studie von Medienforschern der Universität Rostock. Der Film über die Künstlerin, Sängerin und Schauspielerin Mara Mattuschka etwa wurde bei der Viennale 2013 uraufgeführt und ist im Rahmen der  Frauentage  in  Braunau  zu sehen. Aber  es  gebe  auch  Hoffnungsschimmer, erklärt Krahwinkler, etwa wenn Linz Kultur mit dem jährlichen Bericht über die „Symetrie der Geschlechter“ etwas Transparenz in den geschlechterspezifischen Kulturbetrieb bringt. „Solche Ansätze können Schritte zu mehr Gleichstellung von kunst- und  kulturschaffenden Frauen sein“, betont Krahwinkler.   Unbekannte Künstlerinnen   Wenn man Menschen fragt, welche Künstlerinnen sie kennen, tritt  meist  betretenes  Schweigen ein, weiß Kunsterzieherin Gabi Müller: „Am ehesten werden  noch  einige  Literatinnen genannt,  aber  im  Bereich  der Komponistinnen und bildenden Künstlerinnen ist es zappenduster.“ Mit ihrem Vortrag „Nie wieder keine Ahnung über Frauen in der Kunst“  im  Rahmen  der  Braunauer Frauentage will sie einen Überblick über die Malerinnen vergangener  Jahrhunderte  und Künstlerinnen  der  Gegenwart geben. „Ich hoffe, dass Veranstaltungen wie diese dazu beitragen, dass Menschen das eklatante Missverhältnis von Frauen und Männern in Museen und Ausstellungen zumindest einmal wahrnehmen“, betont Müller.       PROGRAMM   Donnerstag, 5. März: frauen.film.abend  ab  19.30  Uhr im  Dieselkino  Braunau  (vormals Movieplexx). Gezeigt wird „Mara Mattuschka - Different faces of an anti-diva“. Anschließend Podiums- gespräch mit der Filmemacherin und Regisseurin Elisabeth Maria Klocker. Eintritt: 5 Euro.   Freitag, 6. März: Vernissage  mit  den  vier  Künstlerinnen  Gabriele  Müller,  Waltraud Buchegger,  Ira  Repey  und  Ingrid Scheurecker. Vernissage um 19 Uhr im  Stadttorturm.  Danach  ist  die Ausstellung am 7. und 8. März von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei.   Samstag, 7. März: Vortrag „Nie wieder keine Ahnung von  Frauen  in  der  Kunst“  von Gabriele Müller um 19.30 Uhr im Stadttorturm. Eintritt: 5 Euro.   Sonntag, 8. März: Weltladen-Frauencafe um 15 Uhr im Veranstaltungszentrum Braunau mit Li Solé und Fatima El Kosht.

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