280 Besucher bei „Brennpunkt Syrien“
BRAUNAU. Dass das Thema Syrien derzeit „bewegt“, wurde besonders beim Vortrag von Autor und Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger deutlich. Über 280 Interessierte kamen ins Veranstaltungszentrum um zuzuhören und mitzudiskutieren.

Schmidinger, der einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Deradikalisierung und Jihadismusprävention ist, berichtete über die Geschichte Syriens und die Entwicklungen, die zum Krieg führten. Dabei beleuchtete er differenziert die vielfältigen Hintergründe.
Wiederaufbau in Syrien bereits im Gange
Anhand des Beispiels der syrischen Autonomregion Rojava machte er deutlich, dass unter prekärsten Bedingungen des Krieges, am Aufbau eines demokratischen Systems und am Wiederaufbau gearbeitet wird. Gleichzeitig sind noch immer Millionen Menschen auf der Flucht.
Obergrenze keine Lösung
Auch im Bezug auf Obergrenzen fand Schmidinger klare Worte: Ein Wegschauen verschärfe die Probleme nur weiter. Der Libanon sei seit langem mit der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen überfordert und weitestgehend alleingelassen. Weiterer Druck würde nur dazu führen, dass auch die Nachbarstaaten von Syrien Gefahr laufen, in den Krieg hineingezogen zu werden.


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