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BRAUNAU. Ein von der Stadtgemeinde und dem Krankenhaus Braunau geplantes Parkhaus in der Altstadt könnte laut der jetzt präsentierten Machbarkeitsstudie schon ab 2019 das Parkplatzproblem in der Innenstadt angehen. Eine Lösung, die nicht ganz ohne Protest auskommt.

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Um den bestehenden Parkplatzmangel in der Braunauer Innenstadt Herr zu werden, haben Stadtgemeinde und private Betreiber in den letzten 20 Jahren verschiedenste Standorte für Parkhäuser und -garagen geprüft. Bisher ohne vernünftige Resultate. Ein gemeinsames Projekt von Krankenhaus und Gemeinde scheint jetzt umsetzbar zu sein. Eine 2014 in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie bescheinigt: Um rund 3,4 Millionen Euro könnte in unmittelbarer Nähe zum Spital ein öffentliches Parkhaus mit insgesamt 219 Parkplätzen entstehen. Bei einem Parktarif von 1,20 Euro pro Stunde würden die zu erwartenden Erlöse rund 377.000 Euro pro Jahr betragen. Nach rund 15 Jahren hätte sich das Parkhaus laut Studie amortisiert.

Zwei Baustufen

In einer zweiten Baustufe könnte das Krankenhaus zudem im Zuge der Generalssanierung das Parkhaus um zusätzliche 112 Stellplätze erweitern, die den knapp 1500 Mitarbeitern zur Verfügung stehen. „In Oberösterreich gibt es nur ganz wenige Spitäler, die so schlecht mit Parkplätzen versorgt sind wie unseres in Braunau“, kritisiert Geschäftsführer Erwin Windischbauer. Der Weg von den Parkplätzen auf der Filzmoserwiese könne den Mitarbeitern zwar zugemutet werden, den Patienten jedoch nicht und die Parkplätze in der Nähe des Krankenhauses sind heiß umkämpft. „Wir hätten jetzt die Möglichkeit, ein gesamtes Stadtviertel vom Parkplatzsuchverkehr zu entlasten“, betont Bürgermeister Johannes Waidbacher.

Parkhaus statt Park

Neben dem Abriss von bestehenden Gebäuden des Krankenhauses wäre eine Auflassung des Restes des sogenannten Brunnerparkes notwenig. Aus Sicht der Stadtplanung sei das vertretbar, zumal durch den Umbau ein neuer begrünter und einladender Platz direkt an der Einfahrt zur Salzburger Vorstadt geschaffen werde. Projektgegner sehen jedoch vor allem den alten Baumbestand des Parks gefährdet. Unterstützung bekommen sie von den Grünen Braunau, die statt des Parkhauses einen Shuttledienst von und zur Filzmoserwiese vorschlagen. Laut Projektverantwortlichen sei dies jedoch nicht wirtschaftlich. ÖVP, FPÖ und SPÖ stehen dem Parkhaus hingegen grundsätzlich positiv gegenüber.

Erwartete Entscheidung bis Ende des Jahres

Die Resultate der Machbarkeitsstudie bilden jetzt die Grundlage für die politische Beratung, erklärt Waidbacher. Er hofft auf eine Entscheidung bis Ende des Jahres. Ist diese positiv, geht es in die konkrete Planung. Der Baustart ist für 2018 vorgesehen, 2019 könnte das Parkhaus in Betrieb gehen.


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