Soziale Nutzung steht: Lebenshilfe könnte wieder in Hitlerhaus einziehen
BRAUNAU. Das Hitlerhaus soll wieder für einen sozialen Zweck genutzt werden. Darüber sind sich Innenminister, Landeshauptmann und Bürgermeister einig. Als Partner wünschen sie sich die Lebenshilfe. Die Organisation denkt gerne über das Angebot nach, wie es auf Nachfrage der Tips heißt.

Die weitere Nutzung steht: In das Hitlerhaus zieht nach der vorhergehenden Enteignung der bisherigen Eigentümerin und einer umfassenden Sanierung wieder eine soziale Einrichtung ein. Darüber waren sich Innenminister Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann Josef Pühringer und Braunaus Bürgermeister nach einem Arbeitsgespräch am 15. Dezember einig.
Angebot geht an Lebenshilfe
Das Angebot zur Führung des Gebäudes ging an die Lebenshilfe Oberösterreich, die das Geburtshaus von Adolf Hitler bereits von 1977 bis September 2011 als Werkstätte für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung nutzte. Damals musste sie jedoch aus dem Gebäude ausziehen, da die Eigentümerin erforderlichen baulichen Maßnahmen zur Barrierefreiheit nicht zustimmte. Über das Angebot, das Gebäude nun unter anderen organisatorischen Voraussetzungen wieder zu beziehen, werde gerne nachgedacht, heißt es von Seiten der Lebenshilfe Oberösterreich. Es gäbe jedoch noch viele Details zu klären und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe abzuwarten. „Unsere Zusage ist zum einen natürlich eng an bauliche Begebenheiten geknüpft. Ein barrierefreier Zugang ist ein Muss-Kriterium. Zum anderen wünschen wir uns ein intelligentes Gesamtkonzept, das das Gebäude zu einem Ort der Vielfalt und des Zusammentreffens unterschiedlicher Menschen werden lässt“, erklärt Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oberösterreich.
Erste Gespräche
Anfang nächsten Jahres soll es erste Gespräche zwischen der Lebenshilfe, dem Innenministerium, dem Land und der Gemeinde geben, um rechtliche und organisatorische Fragen abzuklären.


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