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BRAUNAU. Dass Jägerschaft, Naturschutz und Landwirtschaft gemeinsam etwas für die Umwelt tun können, bewiesen die Ergebnisse des regionalen Naturschutzplans. In zwei Jahren wurden neue Lebensräume für Tierarten wie Rebhuhn, Kiebitz oder Sumpfschrecke geschaffen.

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Im Naturraum Moosbachtal – eines der Vorzeigeprojekte im Rahmen der Kooperation – präsentierte der Bezirksjagdausschuss einen ersten Zwischenstand nach zwei Jahren regionalem Naturschutzplan für den Bezirk Braunau. In mittlerweile zwölf Gemeinden im Bezirk – Jeging, Lochen, Kirchberg, Auerbach, Pfaffstätt, Uttendorf, Burgkirchen, Neukirchen, St. Peter, Moosbach, Maria Schmolln und St. Johann – wurden durch die Anlage von Feuchtwiesen, Blühstreifen oder Biotope neue Lebensräume für gefährdete Tierarten wie Rebhuhn und Kiebitz geschaffen.

Naturräume schaffen

In allen Projektgemeinden wurden dazu Grundstücke adaptiert und nach ÖPUL, ein Agrar-Umweltprogramm, gefördert. Außerdem wurden Flächen im Gesamtausmaß von 52 Hektar von den Jägern und nichtjagenden Grundbesitzern zur Verfügung gestellt und entsprechend bewirtschaftet – das heißt, etwa nur ein- oder zweimal im Jahr ab Anfang August gemäht. „Zum Glück gibt es immer mehr Grundbesitzer, die Flächen freiwillig für das Projekt zur Verfügung stellen“, berichtet Projektleiter und Jäger Franz Reinthaler. Oft handle es sich dabei um Flächen, die von den Landwirten ohnehin nur schlecht kommerziell bewirtschaftet werden können. Rund 40 Hektar kommen außerdem vom Gewässerbezirk und werden entsprechend der Empfehlungen von zwei Biologen, die das Projekt begleiten, bewirtschaftet.

Tiervielfalt erhalten

Durch die Schaffung neuer Lebensräume soll die Tiervielfalt erhalten bleiben. Vor allem Bodenbrüter wie der Kiebitz oder das Rebhuhn sind durch die intensive Landwirtschaft gefährdet, unter anderem weil sie dort, wo Pestizide eingesetzt werden, keine Nahrung mehr finden. Durch den regionalen Naturschutzplan und die Zusammenarbeit von Naturschutz, Jägern und Landwirten konnten sich die Bestände in den letzten Jahren jedoch stabilisieren oder sogar steigern. Auch Rotmilan und Schwarzstorch profitieren von den Maßnahmen. Und auch Insekten wie die seltene Sumpfschrecke, die sich in den Feuchtwiesen entlang des Moosbaches wieder wohl zu fühlen scheint.


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