Friedensgebet: das Gemeinsame vor das Trennende stellen
BRAUNAU. Seit vier Jahren veranstaltet eine Gruppe mit Vertretern verschiedenster Religionen das Friedensgebet in Braunau. Ziel ist es, den Frieden zwischen den Religionen und Konfessionen vorbildlich zu präsentieren und auf die Gemeinsamkeiten hinzuweisen.

„Hunger“ lautete heuer das Thema des Friedensgebets am vergangenen Samstag, 7. Oktober, in der Neuapostolischen Kirche Braunau. Sowohl Thema als auch Ort der Veranstaltung wechseln jährlich. Vertreten sind dabei die verschiedensten Religionen und Konfessionen: Buddhismus, Altkatholisch, Neuapostolisch, Islam, Evangelisch, Römisch-Katholisch und Serbisch-Orthodox. Deren Vertreter präsentieren dabei jeweils ihre Sicht zu den gemeinsam gewählten Themen.
Frieden präsentieren
Ziel der Veranstaltung ist es, den Frieden zwischen den Religionen und Konfessionen vorbildlich zu präsentieren. „Die Religionen sind in vielen Aspekten ziemlich ähnlich und haben viele Gemeinsamkeiten. Das wollen wir dem Publikum und der Gesellschaft vermitteln“, erklärt Jasmina Abdelrahman, Sprecherin des Islamischen Friedenszentrum Braunau. „Es ist schön zu sehen, dass verschiedene Religionsgemeinschaften vieles miteinander verbindet. Es gibt nur einen Gott, es gibt nur einen Frieden, es gibt nur eine Zukunft. Blicken wir auf das Verbindende, dann lassen wir uns nicht trennen von der Akzeptanz und der Liebe“, bringt es auch Pastor Alexander Herejk von der neuapostolischen Kirche auf den Punkt.
Und auch Zdenek Brady von der katholischen Pfarre St. Franziskus sieht Vorteile in der Zusammenarbeit: „Ökumenische Arbeitskreise sind wertvoll, weil sie helfen, das Gemeinsame der Glaubensgemeinschaften zu finden und gegenseitige Vorurteile zu beseitigen.“


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