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BRAUNAU. Vertreter aller Feuerwehren des Bezirks versammelten sich am 22. März zur Bezirksfeuerwehrtagung in Mattighofen. Miteinander und Solidarität standen dabei im Mittelpunkt.

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„Es ist ein Zeichen der Verbundenheit“, betonte Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Kaiser, der zudem nicht nur Funktionäre aus den umliegenden Bezirken, sondern auch aus Salzburg und Bayern begrüßen konnte. Dies spiegelte auch das diesjährige Motto „Gemeinsam im Einsatz – für unseren Bezirk Braunau und unsere Nachbarn“ wider. Dass Zusammenhalt und Solidarität die größten Motivatoren sind, um große Herausforderungen schaffen zu können, wurde im Jahr 2017 wieder besonders deutlich

Eines der intensivsten Einsatzjahre

„Als eines der intensivsten Einsatzjahre wird es in die Chroniken unseres Feuerwehrwesens eingehen“, sagte Kaiser. Neben zwei Großbränden eines Sägewerks in Lengau und eines Abfallzentrums in St. Pantaleon waren die Feuerwehren beim tragischen Zeltfestunglück in Frauschereck gefordert. Kaiser zeigte sich in seiner Rede beeindruckt von der großen Solidarität: „Mit größtem Dank und Verbundenheit nehmen wir diese an. Unsere Gedanken und Gefühle gelten den beiden verstorbenen jungen Zeltbesuchern aus St. Johann und Höhnhart, deren Angehörigen sowie allen Verletzten und nachhaltig geschädigten Freunden.“

Fast 10.000 Mitglieder

Aktuell verzeichnen die 78 Freiwilligen Feuerwehren und drei Betriebsfeuerwehren im Bezirk Braunau insgesamt 9602 Mitglieder, die innerhalb von Minuten an jedem Ort im Bezirk sind und damit für höchste Sicherheit sorgen, betonte Kaiser. Im vergangenen Jahr wurden die Feuerwehren zu 529 Brandeinsätzen und 3048 technischen Einsätzen gerufen – der höchste Stand seit zehn Jahren. Dabei konnten sie 862 Menschen, 28 Tiere und Sachwerte in Millionenhöhe retten.

Um stets für den Ernstfall gerüstet zu sein, wurden zahlreiche Übungen durchgeführt. Einer der Höhepunkte war dabei die Blackout-Übung in Braunau, bei der angenommen wurde, dass der ganze Bezirk 36 Stunden vom Stromnetz abgeschnitten ist.

Auch das Bewerbswesen kam im vergangenen Jahr nicht zu kurz. Zwei Tage lang war Mauerkirchen die Feuerwehrhauptstadt von Oberösterreich. Knapp 1300 Aktivgruppen und 700 Jugendgruppen kämpften beim Landesbewerb und Landesjugendbewerb um die besten Platzierungen. Nicht nur hier holten die Feuerwehren aus dem Bezirk Spitzenplätze, beim Landes-Wasserwehr-Leistungsbewerb in Bronze und Silber wurde eine Zillenbesatzung der Feuerwehr Ach Landessieger.

Friedenslichtkind Tobias

Ein weiterer Höhepunkt im Feuerwehrjahr war der Einsatz des diesjährigen ORF-Friedenslichtkindes Tobias Flachner aus Hochburg-Ach. Auf die Frage, welche Botschaft das Jungfeuerwehrmitglied den erwachsenen Kameraden bei der Feuerwehrtagung mitgeben möchte, antwortete er keck: „Sie sollen weiter in Frieden leben und brav sein.“


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