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INNVIERTEL/BRAUNAU. „Familien brauchen mehr und nicht weniger Zeit“, kritisiert Sonja Löffler, Geschäftsführerin der Kinderfreunde Innviertel, die derzeitigen Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse einer von den Kinderfreunden in Auftrag gegebenen Studie bestärken diese Forderung.

Familie und Freunde sind für die meisten Kinder besonders wichtig. Foto: istock/Wojciech Gajda
Familie und Freunde sind für die meisten Kinder besonders wichtig. Foto: istock/Wojciech Gajda

Insgesamt 41 Prozent der Kinder wünschen sich mehr Zeit mit der Familie. Dies ergab eine von den Kinderfreunden Oberösterreich in Auftrag gegebene Studie, bei der rund 100 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren zum Thema Familienzeit befragt wurden. „Das ist ein Ergebnis, das uns aufhorchen lässt“, erklärt die Mattighofnerin Sonja Löffler, Geschäftsführerin der Kinderfreunde Region Innviertel. „Die aktuellen politischen Entwicklungen und der Zwölf-Stunden-Tag wirken sich negativ auf die gemeinsame Zeit aus. Wir finden, Familien brauchen mehr und nicht weniger Zeit.“ Mit 91 Prozent ist das gemeinsame Essen dabei die beliebteste Familien-Aktivität bei den Kindern. Auch gemeinsam Sport betreiben, Fernsehen oder Ausflüge sind ganz vorne mit dabei.

Mehr Freizeit im Alltag

Außerdem ergab die Studie, dass rund ein Viertel der befragten Kinder unter der Woche nur zwei Stunden oder weniger Zeit zur freien Verfügung hat und sich jedes zweite Kind mehr Zeit für die Freunde wünscht. „Aufgrund der zahlreichen Hausübungen und vielen Freizeittermine, die für die Kinder auch oft als Verpflichtung wahrgenommen werden, bleibt die Zeit für Familie und Freunde auf der Strecke“, sagt Löffler. Dabei zählt Freunde treffen unter der Woche zu den beliebtesten Aktivitäten der befragten Kinder.


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