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BRAUNAU. Als Beitrag zum Friedensbezirk Braunau präsentierte der Stadtverein Braunau die „Braunau History Go App“, die mit dem einseitigen Geburtsstadt-Image der Stadt aufräumen soll. „Wir wollen versuchen, Braunau durch das Aufzeigen von Fakten in ein richtiges, reales Licht zu rücken.

Diese App soll dazu beitragen“, erklärt der Obmann des Stadtvereins Braunau bei der Präsentation der „Braunau History Go App“. Einmal auf Smartphone oder Tablet kostenlos heruntergeladen und installiert, lädt diese ab sofort zu einem einzigartigen Bildungsspaziergang zu Erinnerungsorten im ganzen Bezirk ein, die im Zusammenhang mit der NS-Vergangenheit in der Region Braunau stehen. Ziel ist es, dem Ungleichgewicht in der öffentlichen Wahrnehmung und dem „einseitigen“ Image der Stadt Braunau als Geburtsort von Adolf Hitler entgegenzuwirken.

Acht Stationen

Derzeit wird der User zu insgesamt acht Stationen in sechs Gemeinden geführt: Inn-Brücken und Hitler Geburtshaus in Braunau, Egon-Ranshofen-Wertheimer in Ranshofen, Kriegsgefangenenlager in Überackern, Franz Jägerstätter in St. Radegund, Mahnmal NS-Lager Weyer in St. Pantaleon, Maria Hafner in Mauerkirchen und das Heckenlabyrinth der Menschenrechte in Uttendorf. Zu jeder Station informiert die App mit Texten, Fotos und Audio-Dateien. „Wir mussten uns bei der Auswahl der Stationen zwar thematisch einschränken, aber das heißt nicht, dass dies der Endpunkt ist“, erklärt Florian Kotanko, Obmann des Vereins für Zeitgeschichte, der für die inhaltliche Gestaltung verantwortlich war. Künftig könnten also noch weitere Themenbereiche hinzukommen. Zudem gibt es Überlegungen, englische Audio-Dateien einzubringen.Die Kosten für die App betragen rund 41.500 Euro, die durch Förderungen von LEADER Oberinnviertel-Mattigtal, den teilnehmenden Gemeinden und durch Eigenmittel des Stadtvereins finanziert werden.


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