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BRAUNAU. Nach dem Beschluss der Landesregierung zur Finanzierung für das Krankenhaus St. Josef wurden die Details zum neuen Bauteil 10 präsentiert. Noch in diesem Jahr könnte mit dem Neubau der Provisorien begonnen werden.

  1 / 2   Geschäftsführer Erwin Windischbauer, Ärztlicher Direktor Primar Hans Schöppl, Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Konventverantwortliche Schwester Gisela Wiesinger und Pflegedirektorin Sandra Kaufmann Foto: Reiter/Tips

„Die Neuerrichtung des Bauteils 10 ist ein wesentlicher Meilenstein in der Generalsanierung des St. Josef und sichert den Standort langfristig ab“, betonte Erwin Windischbauer, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Josef Braunau, bei einer Pressekonferenz mit Landesrätin Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander. Gemeinsam präsentierten sie die Details zur größten Einzelinvestition in der Geschichte des Krankenhauses.

Bekenntnis zur Gesundheitsversorgung in der Region

Insgesamt 50 Millionen Euro Investitionskosten beschloss die Landesregierung für den Neubau des sogenannten Bauteils 10. „Damit bekennen wir uns zur regionalen, wohnortnahen medizinischen Versorgung, setzen aber auch wirtschaftliche Impulse für die Region“, betont Haberlander. Weitere sechs Millionen Euro kommen von den Franziskanerinnen von Vöcklabruck als Krankenhausträger.

Fünfstöckiges Provisorium

Der Bauteil 10 wird abgerissen und neugebaut. Dazu wird ein fünfstöckiges Container-Provisorium im Innenhof errichtet. Mit dessen Aufstellung könnte bereits in diesem Jahr begonnen werden, sofern alle notwendigen behördlichen Verfahren abgeschlossen sind. Im nächsten Jahr sollen der Abriss und Neubau folgen. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von drei Jahren. „In dieser Zeit versuchen wir natürlich, die Belastung für Patienten und Mitarbeiter möglichst gering zu halten“, versichert Windischbauer.

158 Betten

Dafür können sich beide Gruppen nach der Fertigstellung über mehr Komfort freuen. Auf rund 16.000 Quadratmetern finden künftig 158 Betten Platz. „Zimmer mit fünf oder sechs Betten sind dann Geschichte“, freut sich Windischbauer, es soll nur mehr Zwei-Bett-Zimmer geben. Untergebracht sind im neuen Bauteil die Abteilungen Innere Medizin 1 und 2, Chirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Augen, operative Tagesklinik und Ambulanzen. Die operative Tagesklinik erhält zudem einen eigenen OP-Saal.

Ökologisch und nachhaltig

Nach den Maßstäben von „green building“ soll der neue Bauteil 10 ökologisch und nachhaltig errichtet werden. So wird der patientenbezogene Bereich klimatisiert, indem das System der Fußbodenheizung im Sommer zum Kühlen verwendet wird.

Parkhaus

Auch mit dem geplanten Parkhaus könnte schon Ende des Jahres begonnen werden, was für die Errichtung des Bauteils 10 von Vorteil wäre, erklärt Windischbauer. Ob im Rahmen dessen das Parkhaus um einen zweiten Teil erweitert werde, sei noch offen.

Standortdebatte

Immer wieder werden Rufe laut, das Krankenhaus St. Josef außerhalb der Innenstadt neuzubauen. Dafür sei es aber schon lange zu spät, bedauert Windischbauer. Alleine seit 2003 wurden über 70 Millionen Euro in Neubauten und Sanierung gesteckt. Ein Standortwechsel sei jetzt unwirtschaftlich und wirke sich negativ auf die Steuerzahler aus.


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