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Gebürtige Braunauerin arbeitet als Lektorin an der Universität Straßburg

Sabrina Reiter, 13.05.2019 11:34

BRAUNAU. Magdalena Weitlaner ist 1986 in Braunau geboren und in Graz aufgewachsen. Dort studierte sie Kunstgeschichte und Romanistik/Französisch. Derzeit lebt sie im französischen Straßburg, wo sie seit vier Jahren als Lektorin an der Universität tätig ist.

Foto: C. Semmelrock
Foto: C. Semmelrock

Tips: Was hat Sie nach Straßburg geführt?

Magdalena Weitlaner: Aufgrund meines Jobs lebe ich aktuell mit meinem langjährigen Freund in Straßburg, wo ich seit vier Jahren und derzeit das letzte Jahr am Germanistikinstitut der Uni Straßburg als Lektorin tätig bin. Hier bin ich vorwiegend in der Lehre eingesetzt und halte Kurse in den Bereichen Geschichte und Kunstgeschichte sowie Literatur. Weitere Aufgaben umfassen beispielsweise die Organisation kultureller Veranstaltungen, beratende Tätigkeiten in Bezug auf Auslandsaufenthalte der Studierenden in Österreich und Deutschland, die Teilnahme an Studienmessen sowie unterstützende administrative Agenden. Der OeAD (Österreichische Austauschdienst) fungiert im Wesentlichen als Stellenvermittler und Stipendiengeber. Der institutionelle Rahmen des OeAD bietet darüber hinaus ein maßgeschneidertes Weiterbildungsprogramm für uns Lektorinnen und Lektoren und sorgt für eine gute Vernetzung innerhalb der österreichischen Auslandskulturarbeit – unter anderem mit Kulturforen, Botschaften und Generalkonsulaten.

Tips: Haben Sie sich in Straßburg bereits eingelebt? Und was sind denn die Unterschiede zur Heimat?

Weitlaner: Ja, da ich nun schon seit 2015 hier bin, habe ich mich tatsächlich schon sehr gut eingelebt und ich kannte Frankreich durch mehrere, teils längere Aufenthalte auch davor schon ganz gut. Ich bin frankophil und fühle mich eher europäisch als national zugehörig, somit ist auch hier in Straßburg gewissermaßen Heimat für mich. Aber ja, Unterschiede zu Österreich gibt es natürlich schon einige. In Bezug auf die Einwohnerzahl ist Straßburg mit Graz vergleichbar, hat aber durch die zahlreichen europäischen Institutionen deutlich mehr internationales Flair. Verglichen mit Wien kann sich Straßburg mit seinen charmanten Fachwerksbauten und kleinen Gässchen auch mitunter recht idyllisch, beinahe dörflich anfühlen. Wesentliche Unterschiede nehme ich auch wahr, beispielsweise in Bezug auf die hier ausgeprägte Streikkultur, das stark verschulte Hochschulsystem und die teils wenig individuelle Serviceorientierung etwa bei Banken oder Versicherungen. Auch das Baguette schmeckt gänzlich anders (welch Wunder!) und die Raffinesse der Küche sucht ihresgleichen.

Tips: Gibt es schon weitere Pläne für die Zukunft?

Weitlaner: Pläne für die Zukunft gibt es viele und vielfältige, sie detailliert aufzulisten würde hier den Rahmen sprengen, die Bereiche Kunst und Kultur beziehungsweise Sprachen und Internationales sind weiterhin taktgebend.


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Herbert
Herbert
29.10.2019 14:39

Toll!

Tolle Sache! Wichtig, dass unser Land im Ausland großartig vertreten wird. Ich wünsche der Dame alles Gute für die Zukunft!