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„Die Bevölkerung hilft uns am besten, wenn sie sich an die Vorgaben hält“

Sabrina Reiter, 20.03.2020 07:08

BEZIRK BRAUNAU. Ohne den unermüdlichen Einsatz der großteils freiwilligen Helfer des Roten Kreuzes wäre eine Gesundheitskrise, wie die Corona-Pandemie, wohl kaum zu bewältigen. Tips sprach mit dem Bezirksstellenleiter Herbert Markler über die aktuelle Situation.

Foto: Markler
Foto: Markler

Tips: Wie sieht denn derzeit die Lage beim Roten Kreuz Braunau aus?

Herbert Markler: Die Situation ist herausfordernd, wir haben zusätzliche Ressourcen aktiviert, die Arbeit läuft trotz den Ereignissen im Umfeld organisiert und geordnet ab. Für Infektionstransporte sind wir ausgebildet und vorbereitet, diese haben wir im Rettungsdienst ja immer wieder durchzuführen, wenn auch nicht in der Intensität wie jetzt.

Tips: Wo sind die Mitarbeiter überall im Einsatz und welche Aufgaben übernehmen sie zur Zeit zusätzlich?

Markler: Der Rettungs- und Notarztdienst läuft wie immer, auch der Hausärztliche Notdienst. Ebenso die Mobilen Dienste, diese sind nach wie vor bei den Klienten im Einsatz. Der Krankentransport wurde auf Grund der Absagen in den Krankenhäuser reduziert. Dafür sind wir seit über 14 Tagen in der Einsatzleitung im Stabsdienst, um die organisatorischen Maßnahmen im Hintergrund sicher zu stellen. Weiteres wurden Fahrzeuge für den Transport von Covid-Verdachtsfällen vorbereitet, auch ein mobiles Abnahmeteam zur Probenabnahme wurde in den Dienst gestellt.

Tips: Werden irgendwo noch freiwillige Helfer gebraucht? Was kann die Bevölkerung tun?

Markler: Unsere Freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden alle benötigt, da wär es gut, wenn diese von den Betrieben freigestellt werden. Die Bevölkerung hilft uns am besten, wenn sie sich an die Vorgaben der Regierung hält und sich nur bei begründeten Verdacht auf eine Covid-Erkrankung an die Gesundheitshotline 1450 wendet. Auf keinen Fall, bei Krankheitssymptomen zum Hausarzt oder Krankenhaus kommen, bitte in diesem Fall unbedingt 1450 anrufen.

Tips: Mit welchen Herausforderungen habt ihr zu kämpfen?

Markler: Die größte Herausforderung ist sicher, unser Personal weiterhin verfügbar zu haben, sodass unsere Mitarbeiter Dienst machen können und dass sie gesund bleiben.

Tips: Und wie wird sich die Situation weiterentwickeln?

Markler: Durch die Maßnahmen der Regierung kann die Ausbreitung sicher eingedämmt werden, jedoch, bis diese Maßnahmen greifen, werden die Krankheitsfälle noch weiter ansteigen.


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