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ALTHEIM/LOCHEN/RIED. Ein schwer verletzter Biber wurde in Altheim vom Tierschutzverein Ried und der Pfotenhilfe aus einer illegalen Falle gerettet und wird nun am Tierschutzhof der Pfotenhilfe in Lochen versorgt.

  1 / 2   Spaziergänger fanden in Altheim einen verletzten Biber, der in einer illegalen Falle eingeklemmt war. Foto: Pfotenhilfe

Das Biberweibchen war mit einem Bein in einem Tellereisen, das sich in einem Bachbett befand, eingeklemmt. Spaziergänger fanden das Tier am Sonntagnachmittag, 18. April, und meldeten den Fund zunächst dem zuständigen Jäger. Als sie nach zwei Stunden noch einmal nach dem Biber sahen, hatte sich die Situation noch nicht geändert, weshalb sie den Tierschutzverein verständigten.

Mehrere Tage eingeklemmt

Einer ehrenamtlichen Helferin des Tierschutzvereins gelang es, das Tier einzufangen und die Pfotenhilfe brachte es ins VetZentrum Anif. Dort stellte sich heraus, dass das Biberweibchen seit mehreren Tagen in der Falle eingeklemmt war. Aufgrund der hohen Schlagkraft des gezackten Bügels war der Knochen des Beins komplett durchbrochen und die Pfote musste amputiert werden. Der Tierarzt stellte außerdem fest, dass das Tier eine ältere Verletzung an der linken Hinterhand und Kieferverletzungen hat, weil es wohl ständig versucht hatte, sich die Falle herunterzubeißen. Ob das Biberweibchen eines Tages wieder ausgewildert werden kann, wird von einem Expertengremium analysiert.

Da die Falle seit 1995 in der EU verboten ist, erstattete die Retterin eine Anzeige bei der Polizei. „Nach dem Strafgesetzbuch drohen dem Täter bis zu zwei Jahre Haft“, sagt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. Sie bittet um Hinweise zu dem Täter, die auch anonym unter auf www.pfotenhilfe.at abgegeben werden können, und appelliert: „Bei verletzten Wildtieren bitte immer sofort bei uns anrufen, wenn das Tier eine Überlebenschance haben soll.“


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