Ein herausforderndes Jahr 2021 für die Feuerwehren im Bezirk Braunau
BEZIRK BRAUNAU. Auf ein erneut herausforderndes Jahr 2021 blicken auch die Feuerwehren aus dem Bezirk Braunau zurück. Zu den Kernaufgaben bei zahlreichen Unwetter- oder Brandeinsätzen kam es zu vielen ehrenamtlichen Stunden in Impf- und Teststraßen. Corona brachte auch Hürden wie Ausrückungs-Hindernisse aufgrund der 3G-Regelung. Einen schönen Abschluss fand das Jahr mit der Friedenslicht-Aktion.

Der Bezirk Braunau hat mit ingesamt 81 Feuerwehren, 6.594 aktiven Mitgliedern, 1.042 Jugendmitgliedern und 1.907 Mitwirkenden in der Reserve eine Vielzahl an helfenden Händen, die im Notfall tatkräftig im Einsatz stehen. Egal ob im Unwetter-Einsatz, ob ein Brand zu löschen, eine Person zu bergen oder eine Tür zu öffnen ist, die Freiwillige Feuerwehr ist 365 Tage im Jahr 24 Stunden einsatzbereit. Alleine die heftigen Unwetterfronten Ende Juli und Anfang August führten zu rund 500 Ausrückungen der Einsatzkräfte im Bezirk.
Einschränkungen durch Covid
Aufgrund der sich ständig ändernden Corona-Maßnahmen mussten sich auch die Feuerwehren im Bezirk immer wieder auf neue Änderungen einstellen. So mussten etwa zahlreiche Übungsabende, die zur stetigen Weiterentwicklung der Mitglieder beitragen, gestrichen werden: „Wir können aufgrund der Corona-Maßnahmen die so wichtigen Übungen, die uns für den Ernstfall wappnen sollen, leider bis heute nicht abhalten“, bedauern etwa Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schalchen. Teilweise konnten aktive Mitglieder bei einem Notfall nicht mehr ausrücken, weil sie zumindest geimpft, genesen oder getestet sein mussten. Aus blieben auch weiter viele traditionelle Feuerwehrfeste sowie Floriani-Frühschoppen, wodurch wichtige Finanzierungsquellen wegfielen. Der Reinerlös wurde üblicherweise zum Ankauf von Feuerwehrgeräten verwendet. Im Mai fand im Bezirk bereits zum achten Mal der Bewerb um das Feuerwehr-Jugendleistungsabzeichen in Gold statt. Alle 74 angemeldeten Jugendfeuerwehrmitglieder konnten den Bewerb erfolgreich abschließen. Einige Teilnehmer erlangten im Zuge des Bewerbs sogar das höchste Leistungsabzeichen in der gesamten Jugendlaufbahn. Aufgrund der Corona-Pandemie fehlen jedoch einigen jungen Mitgliedern noch vorher zu absolvierende Bewerbe bzw. der Erste-Hilfe-Kurs, weshalb die übrigen Jugendmitglieder erst nach Nachholen dieser Qualifikationen antreten können. Auch die 65. „Feuerwehrmatura“ (Bewerb um Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold), bei der 190 Teilnehmer aus ganz OÖ - 19 davon aus dem Bezirk Braunau - antraten, musste um die Abhaltung bangen. Das Landesfeuerwehrkommando sorgte aber für einen coronakonformen und reibungslosen Ablauf.
„Gemeinsam im Einsatz ist unsere Devise, selbst in dieser herausfordernden Zeit. Als Einsatzorganisation tragen wir besondere Verantwortung.“, so Josef Kaiser.
Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten
Die Feuerwehren aus dem Bezirk Braunau unterstützten auch bei den großangelegten Covid-19-Massentests und in den Impfstraßen. „Fast die gesamte erste Hälfte des Jahres steuerten die Floriani einen großen Teil zur Unterstützung der Impf- und Testangebote in Braunau und Umgebung, Mattighofen sowie Lochen und Ostermiething bei“, erzählt Bezirks-Feuerwehrkommandant Josef Kaiser. Kaiser unterstreicht auch: „In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der Unterstützung der Regierung haben wir im Zuge einer Impfkampagne jeden Stich genutzt, um unseren Teil zur Sicherheit der Gesellschaft beizutragen. So konnten wir innerhalb von gerade mal zwei Monaten 1.500 Impfungen im Kreise der Feuerwehrmitglieder im Bezirk durchführen.“ Für den Bezirkshauptkommandanten ist klar: „Gemeinsam im Einsatz ist unsere Devise, selbst in dieser herausfordernden Zeit. Nachdem wir leider nach und nach eine Spaltung der Gesellschaft bedauern müssen, versuchen wir, die Gemeinschaft im Kreise des Feuerwehrwesens zu erhalten. Denn als Einsatzorganisation tragen wir eine besondere Verantwortung für unser Land!“
Friedenslicht aus Bethlehem
Durchgeführt werden konnte die Friedenslicht-Aktion dieses Jahr wieder unter Einhaltung der geltenden Hygiene-Maßnahmen. Das Friedenslicht wird in allen 46 Gemeinden des Bezirks von den Feuerwehrmitgliedern verteilt. Auch die Jugendtruppen trugen wieder bei, indem sie das Friedenslicht unter anderem in der Simbacher Pfarrkirche im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes an die bayerischen Kameraden übergaben. Auch in Tittmoning und Burghausen wurde das „Licht der Einigkeit“ von den Jugendmitgliedern überreicht.


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