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ST. PANTALEON. Der Musikprofessor am Mozarteum und Komponist Franz Zaunschirm lebt für die Musik und möchte seine Leidenschaft auch anderen weitergeben. Mit einfachen Noten zum Download regt er dazu an, bei Feierlichkeiten wie Weihnachten selbst miteinander zu Musizieren.

Komponist und Musikprofessor Franz Zaunschirm (Foto: Judith Zaunschirm)
Komponist und Musikprofessor Franz Zaunschirm (Foto: Judith Zaunschirm)

Ein selbst vorgetragenes Lied berührt in ganz besonderer Weise, erklärt Franz Zaunschirm, sei es das „Stille Nacht“ vom Chor in der Kirche oder ein einstudiertes Lied von Kindern. So entstehe auch immer öfter der Wunsch, gemeinsam zu singen oder zu musizieren, etwa zu Weihnachten, bei der Geburtstagsfeier oder dem Familienfest. Oft heißt es dann spontan: „Spielen wir doch gemeinsam ein Lied!“, weiß der Komponist aus St. Pantaleon. Und wer geschult und fit ist, braucht dazu auch keine Noten. Was aber, wenn in der Familie nicht zwei oder drei gleiche Instrumente zur Verfügung stehen, sondern zwei verschiedene? Oder wenn die kleine Tochter noch kein Instrument spielt, aber dennoch mitmachen möchte?

Noten für verschiedene Instrumente

„Es ist nicht einfach, Noten zum Beispiel für Flöte und Klarinette oder Klarinette und Posaune zu finden“, erklärt Zaunschirm, „wer eine Stimme nicht selber umschreiben kann, wird auf die Schnelle kaum fündig werden.“ Vor allem in Hinblick auf das Weihnachtsfest hat Zaunschirm in den letzten Jahren eine Lösung für 30 verschiedene Instrumente entwickelt: Auf seiner Homepage www.einfachenoten.at können diese einfach heruntergeladen werden. Unter „Digitale Noten“ wird die erste Stimme, die Melodiestimme, ausgewählt und danach die gewünschte individuelle zweite Stimme. Dazu können noch Begleitstimmen wie Gitarre, Klavier (zwei- und vierhändig), Schlagzeug oder besondere Instrumente erklingen wie Orff-Instrumente oder Küchengeräte, damit wirklich jeder in der Familie mitmachen kann.

Auch wer keine Noten kennt, sondern nach Linien oder Zahlen spielen möchte, hat die Gelegenheit mitzumachen: mit Kalimba in Zahlen oder sogar in Blindenschrift, der Brailleschrift, sind fünf Weihnachtslieder notiert. „Da kann auch, wer sich für unmusikalisch hält, zum Instrument greifen und Teil der Familienmusik werden“, freut sich Zaunschirm.


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