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Bosch Innovationspreis für Braunauer Schüler

Theresa Senzenberger, MA, 14.06.2024 15:43

BRAUNAU. Gleich in zwei Kategorien räumten Schüler der HTL Braunau beim Bosch Innovationspreis ab. Sie befassten sich in ihren ausgezeichneten Diplomarbeiten mit E-Mobilität und dem Recyceln von seltenen Erden.

Der HTL-Schüler Niklas Probst gewann den Bosch Innovationspreis. V. l: Juror Heimo Sandtner (Rektor FH Campus Wien), der Gewinner Niklas Probst, sein Diplomarbeitsbetreuer Matthias Grimmer (HTL Braunau) und Bernhard Grün (Bosch Engineering Wien) bei der Preisverleihung (Foto: Bosch/Christian Husar)
Der HTL-Schüler Niklas Probst gewann den Bosch Innovationspreis. V. l: Juror Heimo Sandtner (Rektor FH Campus Wien), der Gewinner Niklas Probst, sein Diplomarbeitsbetreuer Matthias Grimmer (HTL Braunau) und Bernhard Grün (Bosch Engineering Wien) bei der Preisverleihung (Foto: Bosch/Christian Husar)

Mit dem Bosch Innovationspreis werden herausragende HTL-Diplomarbeiten geehrt. In der Kategorie „Mobility“ siegte Niklas Probst. Er hatte mit der „Smart Control Unit for Brushless Motors“ (MCU) eine zentrale Systemlösung entwickelt, die alle Vorgänge in einem elektrischen Fortbewegungssystem überwacht. Sie sammelt Daten, wie Beschleunigung und Neigung, visualisiert diese und wertet sie mit Künstlicher Intelligenz aus. Treten Anomalien auf, kann der Lenker dadurch rechtzeitig gewarnt werden.

„Das Ergebnis ist ein voll funktionstüchtiges Kontroll-Modul, das für sämtliche mit einem Elektromotor betriebenen Einheiten wie Modellflugzeuge, Motorräder oder Rasenmäher verwendet werden kann. Das Projekt ist hervorragend ausgearbeitet worden und für eine Markteinführung durchaus geeignet“, lobte Jurorin Susanna Slaby, Vorsitzende der Nichtigkeitsabteilung am Österreichischen Patentamt.

Seltene Erden recyceln

Tobias Daxecker und Mathias Standhartinger gewannen in der Kategorie „Connected Living“. Sie forschten in ihrer Arbeit nach einer energiesparenden, kostengünstigen und sortenreinen Lösung für das Recyceln von seltenen Erden aus Elektroschrott. Das gelang ihnen mithilfe eines Proteins, das aus Bakterien gewonnen wird. Mit ihm können seltene Erden wiederaufbereitet werden. Das Verfahren kann in Rare Earth Elements (REE) Minen eingesetzt werden.

„Das Projektteam hat sich mit dieser Arbeit nicht nur auf mutige Art und Weise auf ein Gebiet gewagt, in dem es noch nicht viel Vorarbeit gibt, sondern die Problemstellung in beeindruckendem Stil gelöst. Der innovative Lösungsansatz mit Bakterien, die seltene Erden herauslösen können, ist sehr originell“, sagte Juror Wolfgang Kern, Leiter der Abteilung I/11 technischer, gewerblicher und kunstgewerblicher Schulen im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

1.500 Euro

212 Schüler hatten 76 Abschlussarbeiten eingereicht. Die Gewinnerteams wurden mit einer Trophäe, einem Akku-Schrauber und einer 1.500-Euro-Siegerprämie belohnt.


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