Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Krankenhaus Braunau: „Zentrum für Patientensicherheit“ bis 2026 rezertifiziert

Leserartikel Michelle Baumann, 20.08.2024 07:54

BRAUNAU. 2021 wurde am Krankenhaus Braunau ein Simulationszentrum eingerichtet, um Behandlungssituationen und Notfälle so realitätsnah wie möglich trainieren zu können. Dieses Simulationszentrum wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin als „OÖ. Zentrum für medizinische Simulation und Patientensicherheit“ akkreditiert. Jetzt wurde das Simulationszentrum nach positiver Überprüfung um weitere zwei Jahre bis 2026 rezertifiziert.

  1 / 2   Helmut Binder und Sandra Maier (Leiter des Simulationszentrums) mit Florian Neuhierl (Leiter der Abteilung für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Krankenhaus Braunau) im Simulationszentrum (Foto: Krankenhaus Braunau)

Rund 30 Ärzte sowie 50 Pflegekräfte wurden bisher pro Jahr im Simulationszentrum geschult. „Ärztinnen und Ärzte müssen ihr Handwerk beherrschen – das sind die notwendigen Technical Skills. Ebenso wichtig sind aber auch die Human Factors wie Teamfähigkeit und Teamkommunikation“, betont Florian Neuhierl, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Krankenhaus Braunau.

„Im Simulationszentrum werden diese unter Stresssituationen trainiert. Es zeigt sich ganz klar, dass diese Faktoren durch das Training verbessert werden. Damit ist das Simulationszentrum ein ganz wesentlicher Bestandteil für die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten. Es freut uns sehr, dass wir jetzt diese Rezertifizierung erhalten haben, weil es die Qualität unserer Arbeit im Simulationszentrum bestätigt.“ Leiter des Zentrums sind Sandra Maier und Helmut Binder, die bei der Implementation und der jetzigen Rezertifizierung des Zentrums federführend mitwirkten.

Eigener Raum mit realitätsnaher Arbeitsumgebung

2018 erfolgte die Ausbildung der Instruktoren am Krankenhaus Braunau durch das Institut für Patientensicherheit und Teamtraining InPASS. 14 Personen, Ärzte sowie Pflegekräfte, wurden dabei zu Instruktoren ausgebildet. 2019 wurde im Untergeschoß des TAU-Kollegs ein eigener Raum für das Simulationszentrum eingerichtet. „Wichtig ist, dass wir in diesem Raum eine möglichst realitätsnahe Arbeitsumgebung haben. Er ist voll ausgestattet mit Computern, Videokameras und Mikrofonen, damit auch Personen außerhalb des Raums das Training mitverfolgen und live mit dabei sein können“, erklärt Sandra Maier, Leiterin des Simulationszentrums.

Training auch für Team-Zusammenarbeit wichtig

Simuliert werden Situationen, die im Krankenhaus bei der Behandlung von Patienten auftreten können, besonders natürlich Notfälle. „Wir stellen dabei alltagstypische Teams aus Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegepersonal zusammen, um alles möglichst realitätsnah darstellen zu können. Das Motto dabei ist ‚Train together who work together‘“, sagt Maier. „Überall wo Menschen arbeiten und zusammenarbeiten, können Fehler passieren. Das Ziel des Simulationstrainings ist es, dass wir diese Fehler möglichst eliminieren und damit die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten weiter erhöhen.“ Helmut Binder ergänzt: „Das Training ist aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig, um die Zusammenarbeit im Team und damit das Arbeitsklima zu verbessern.“

Intensive Analyse des gesamten Simulationstrainings

Vor der Simulation findet ein ausführliches Briefing aller Team-Mitglieder statt, bei dem die Aufgabenstellung genau erklärt und definiert wird. Nach der Simulation gibt es ein De-Briefing, das ein Kernelement des Simulationstrainings darstellt. Über Audio- und Videoaufzeichnungen wird das Training intensiv analysiert und alle Abläufe gemeinsam mit den Instruktoren besprochen und aufgearbeitet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neue Lebensräume für bedrohte Vögel im Ibmer Moor

Neue Lebensräume für bedrohte Vögel im Ibmer Moor

EGGELSBERG. Im Ibmer Moor wurde der Startschuss für ein umfangreiches Artenschutzprojekt gegeben. Auf bis zu 80 Hektar sollen die Lebensbedingungen ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Humanitätsmedaille für Nina Hofmann aus Schalchen

Humanitätsmedaille für Nina Hofmann aus Schalchen

SCHALCHEN/BRAUNAU. Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt wurde Nina Hofmann mit ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Landjugendliche aus Tarsdorf und Eggelsberg bei Agrar- und Genussolympiade erfolgreich

Landjugendliche aus Tarsdorf und Eggelsberg bei Agrar- und Genussolympiade erfolgreich

TARSDORF/EGGELSBERG/BURGKIRCHEN. Wissen, Geschicklichkeit und Teamgeist waren beim Landesentscheid der Agrar- und Genussolympiade in der Landwirtschaftlichen ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Vier junge Sportler aus dem Bezirk Braunau erfolgreich beim integrativen Reitbewerb

Vier junge Sportler aus dem Bezirk Braunau erfolgreich beim integrativen Reitbewerb

WENG/LAMBACH. Vier Sportler aus dem Bezirk Braunau nahmen am Aktionstag für integratives Reiten in der Stiftsreitschule Lambach teil. Bei den ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Seit 20 Jahren hilft die Delogierungsprävention Innviertel bei drohender Wohungslosigkeit

Seit 20 Jahren hilft die Delogierungsprävention Innviertel bei drohender Wohungslosigkeit

INNVIERTEL. Steigende Wohn- und Energiekosten bringen immer mehr Menschen in finanzielle Bedrängnis. Seit 20 Jahren hilft die Caritas in Zusammenarbeit ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Aktion „Känguru“ im Kindergarten Schneegattern

Aktion „Känguru“ im Kindergarten Schneegattern

LENGAU. Spielerisch lernten die Kinder des Kindergartens Schneegattern, wie wichtig das richtige Anschnallen im Auto ist. Bei der Aktion „Känguru“ ...

Tips - total regionalSabrina Kastenauer
Weitere Beiträge