Fachärztemangel: Psychiatrische Versorgung in Braunau vorübergehend eingeschränkt
INNVIERTEL. Aufgrund eines Mangels an Fachärzten muss das Krankenhaus Braunau die Versorgung an der Klinik für Psychische Gesundheit vorübergehend einschränken. Eine der beiden psychiatrischen Stationen wird geschlossen. Die derzeitige Regelung soll bis Ende Jänner 2027 gelten.

Patienten aus dem Bezirk Braunau können weiterhin an der Klinik für Psychische Gesundheit in Braunau behandelt werden. Für Patienten aus den Bezirken Ried und Schärding gelten vorübergehend andere Zuständigkeiten: Patienten aus Schärding werden an der psychiatrischen Abteilung des Klinikums Wels-Grieskirchen versorgt, jene aus dem Bezirk Ried am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums in Linz.
„Aufgrund der guten und kollegialen trägerübergreifenden Zusammenarbeit aller Spitalsträger in Oberösterreich können alle Patientinnen und Patienten in den psychiatrischen Abteilungen der Spitäler unseres Bundeslands weiterhin gut versorgt werden“, teilt das Krankenhaus Braunau auf Tips-Anfrage mit. Alle relevanten Einrichtungen seien zeitgerecht über die Änderungen informiert worden.
Andere Regelung in der Nacht
Auch bei Unterbringungen nach Paragraf 8 und 9 des Unterbringungsgesetzes – darunter fallen insbesondere Zuweisungen bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung – gibt es Änderungen. Diese sowie freiwillige Unterbringungen sind in Braunau zwischen 8 und 20 Uhr möglich.
Zwischen 20 und 8 Uhr übernimmt für Patienten aus dem Bezirk Braunau die psychiatrische Abteilung des Salzkammergut Klinikums am Standort Vöcklabruck die Versorgung. Patienten aus Ried beziehungsweise Schärding werden auch in diesem Zeitraum nach Linz beziehungsweise Wels-Grieskirchen gebracht.
Die Tagesklinik der Klinik für Psychische Gesundheit in Braunau wird während der Einschränkungen mit sechs Betten wiedereröffnet. Die psychiatrische Ambulanz bleibt geöffnet.
Fachärzte werden gesucht
Als Grund für die Einschränkungen nennt das Krankenhaus die Personalknappheit im fachärztlichen Bereich. Dabei handle es sich um kein Problem, das ausschließlich den Standort Braunau betreffe. Fachärztliches Personal für die Psychiatrie zu rekrutieren, sei derzeit generell schwierig.
Das Krankenhaus bemühe sich mit verschiedenen Maßnahmen darum, die Personalknappheit zu reduzieren. Man sei zuversichtlich, dass dies gelingen werde und die vorübergehende Regelung mit 31. Jänner 2027 wieder auslaufen könne. Ab Februar sollen damit auch Patienten aus den Bezirken Ried und Schärding wieder regulär in Braunau versorgt werden können.








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