Metal-Festival „Summa Wies“ brachte die Grenzregion zum Beben
ERING. 666 Besucher, elf Bands und Metal-Fans von beiden Seiten des Inn: Bei der zweiten Summa Wies in Ering konnten Fans die volle Bandbreite des Metals erleben. Das von der Band Collapsed Minds veranstaltete Open Air war bereits Monate zuvor ausverkauft – und soll 2027 weiter wachsen.

Dass das Konzept ankommt, stand schon lange vor dem eintägigen Festival fest. Bereits die Premiere war ausverkauft. Für die zweite Auflage wurde die Zahl der Tickets verdoppelt, doch auch diese waren rasch vergriffen.
Hinter der Summa Wies stehen die Mitglieder der Passauer Melodic-Death-Metal-Band Collapsed Minds. Ihr Ziel war es, wieder ein Metal-Festival in die Region zu bringen – und dabei Metal in all seinen Facetten zu zeigen.
Von Blasmusik bis Black Metal
Den Gästen bot sich heuer wieder bestes Festivalwetter. Nachdem während des Soundchecks am Vormittag noch vereinzelt Regentropfen gefallen waren, verzogen sich die Wolken pünktlich zum Einlass. Dann wurde den Besuchern bis weit nach Mitternacht ein abwechslungsreiches Programm geboten.
Ganz traditionell eröffnete die Blaskapelle Kößlarn das Open-Air. Danach übernahmen Rivers Collide aus Passau, die kurzfristig für die ausgefallene Band Spitter einsprangen.
Mit Sarepta folgte eine bayerisch-österreichische Thrash-Metal-Band, die bereits seit 1993 aktiv ist. Also Am I brachte modernen Alternative Metal auf die Bühne, ehe Outrage aus der Steiermark mit kompromisslosem Death Metal nachlegte.
Bands aus der Region
Auch die Mitglieder von Zodiac Ass unterstrichen den grenzüberschreitenden Charakter des Festivals. Mit dem aus Schärding stammenden Sänger heizte die „Bavaustrian“-Thrash-Metal-Band den Zusehern ein.
Die Veranstalter selbst standen ebenfalls auf der Bühne: Collapsed Minds verbinden seit 2009 groovige Passagen und melodische Riffs mit modernem Death Metal – und brachten ganz neue Songs zum Festival mit. Danach wurde es mit Distaste und ihrer Mischung aus Grindcore, Black Metal und Death Metal noch härter.
Energie bis zum Schluss
Zu den späteren Höhepunkten zählten Words of Farewell. Die Westfalen lieferten eine energiegeladene Show mit viel Beteiligung des Publikums.
Mit Hackneyed war zudem eine Band zu Gast, die nach zehn Jahren Pause zu ihrem 20-jährigen Bestehen nicht nur beim Wacken Open Air, sondern auch in Ering auf die Bühne zurückkehrte. Den Abschluss übernahm Waldgeflüster, die Black Metal mit melancholischen und atmosphärischen Passagen verband.
Viele Besucher der Premiere waren heuer wieder mit dabei. Selbst einige Zaungäste kamen mit dem Fahrrad, um von außerhalb einen Blick auf das Geschehen zu werfen.
Neben dem Ticketkontingent wurde auch kulinarisch aufgestockt. Mehrere Foodtrucks versorgten die Besucher auf dem Gelände – und auch ein Piercer und ein Tätowierer waren vor Ort.
2027 geht es weiter
„Zwei ausverkaufte Auflagen zeigen das Interesse an der Summa Wies“, freuen sich die Veranstalter. „Alle Bemühungen waren es wieder sowas von wert. Danke an all die Besucher und Helfer, dass ihr unsere Show wieder zu etwas ganz Besonderem gemacht habt.“
Sie wollen weitermachen und 2027 noch mehr Bands in der Region auf die Bühne bringen. Der Vorverkauf soll voraussichtlich gegen Ende des Jahres starten. Weitere Infos gibt es unter www.summa-wies.de








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