Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss: vom Kommandanten zum Feuerwehrhistoriker
NEUKIRCHEN. 50 Jahre Feuerwehrdienst liegen hinter Ehren-Hauptbrandinspektor und Ehren-Hauptamtswalter Albert „Bert“ Sperl – doch von Ruhestand kann beim Neukirchner Feuerwehr-Urgestein keine Rede sein.

1976 trat Sperl im Alter von 16 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen an der Enknach bei. Seither war er unter anderem als Jugendbetreuer, Lotsenkommandant, Schriftführer sowie für EDV und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Von 2003 bis 2018 stand er als Kommandant an der Spitze der Feuerwehr.
Auch auf Abschnitts- und Bezirksebene engagierte sich Sperl im Funk-, Lotsen- und Nachrichtenwesen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Seine große Leidenschaft gilt heute der Feuerwehrgeschichte. Als Archivar der FF Neukirchen kümmert er sich um die stetig wachsende Chronik und ist zudem an der Herausgabe der Bezirksfeuerwehrchronik Braunau beteiligt.
Besonders intensiv beschäftigt sich Sperl mit historischen Feuerwehrprotokollen. Die in Kurrentschrift verfassten Dokumente transkribiert er, damit sie auch für kommende Generationen lesbar bleiben. Nach den Neukirchner Protokollen widmete er sich zuletzt der Chronik des Abschnitts Wildshut, die nun für eine Veröffentlichung vorbereitet ist.
„Schau ma mal. Vielleicht find ich im Bezirksarchiv nu a Beschäftigung für an kalten Winter“, sagt Sperl mit einem Augenzwinkern auf die Frage, welches historische Projekt als Nächstes ansteht. Fest steht: Sein Feuerwehrwissen wird ihm auch künftig nicht ausgehen. Nach zwei Feuerwehrgeschichte-Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule in Linz steht heuer noch der Archivar-Lehrgang auf dem Programm. Zudem ist Sperl stets auf der Suche nach alten, teils bereits verschollen geglaubten Feuerwehrfotos.
Bei Museumsführungen gibt er sein umfangreiches Wissen gerne weiter. Besonders wichtig ist ihm, dass historische Schätze in den Feuerwehren erhalten, archiviert und aufgearbeitet werden. Denn nur so bleibt die Geschichte auch für die nächsten Generationen lebendig.








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