Tag der Offenen Tür im Atelierhaus und Skulpturengarten
FELDKIRCHEN BEI MATTIGHOFEN. Am Sonntag, 20. September zwischen 14 und 18 Uhr öffnet das Atelierhaus Revier Renzlhausen erstmals seine Pforten für einen Tag der Offenen Tür. Neben einer umfassenden Ausstellung zum 100. Geburtstag des in Feldkirchen verstorbenen Künstlers Wilhelm Reichert gibt es auch zahlreiche Kunstwerke von Christian Hitsch und Alexander Laabmayr im Skulpturengarten des Atelierhauses zu bestaunen.

Das altehrwürdige Haus Revier Renzlhausen 4 ist seit Kurzem im Besitz der Gemeinnützigen Privatstiftung „Art und Kunst“, die hier einen Schaffensplatz für Bildende Künste etabliert hat. Ein großzügiger Atelierraum im Obergeschoß bietet ausreichend Platz für Ausstellungen und Veranstaltungen in einem einzigartigen Ambiente, für „Artists in Residence“ steht eine kleine Wohnung zur Verfügung, eine eigene Werkstatt sowie viel Platz in der freien Natur lassen den Künstlern ausreichend Freiraum für ihr Schaffen.
Lebenskünstler Wilhelm Reichert
Die erste Ausstellung im Atelierhaus Revier Renzlhausen ist dem vielseitigen Künstler Wilhelm Reichert gewidmet, der heuer am 19. September seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Mit seinem von Anthroposophie getragenen Forschergeist schuf er unzählige Werke - gezeichnet, gemalt, plastiziert und geschnitzt – und entwickelte eine neue in Goethes Erkenntnisart getauchte Ausbildung für Pädagogen und Künstler. Zeit seines Lebens war er davon durchdrungen, dafür auch eine neue Schule ins Leben zu rufen. „Goetheanistische Studienstätte‟ für Pädagogik und Kunst sollte sie heißen und in Wien gegründet werden. Doch konnte er nur noch den Namen, den Impuls dafür geben. Wilhelm Reichert starb am ersten Weihnachtstag 1982 in Feldkirchen bei Mattighofen. Nur wenige Monate danach wurde „seine“ Goetheanistische Studienstätte mit den ersten Studenten eröffnet, in der bis heute künstlerisch gearbeitet wird.
Rechtzeitig zum Tag der Offenen Tür wurde auch der Skulpturengarten des Atelierhauses erweitert: Die drei Meter hohe Skulptur „Mut“ wurde aus insgesamt 5 km Eisenstangen in mühevoller Kleinarbeit zusammengeschweißt und wiegt über 500 kg. Geschaffen wurde sie von den beiden Feldkirchner Künstlern Christian Hitsch und Alexander Laabmayr. Sie ist eine von insgesamt rund 20 Skulpturen, die rund um das Atelierhaus zu betrachten sind.








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