Arbeiterkammer kritisiert: Kinderbetreuung im Bezirk Braunau hat sich verschlechtert
BEZIRK BRAUNAU. Weniger Gemeinden mit vollzeittauglicher Kinderbetreuung, eingeschränkte Angebote für Kleinkinder und zu lange Schließzeiten: Der aktuelle Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt deutlichen Verbesserungsbedarf im Bezirk Braunau.

Nur 15 der 46 Gemeinden erreichen im AK-Kinderbetreuungsatlas 2026 die höchste Kategorie 1A. Im Vorjahr waren es noch 19. Mit einem Anteil von 32,6 Prozent liegt der Bezirk unter dem oberösterreichischen Durchschnitt von rund 36 Prozent. Ausschlaggebend für die Verschlechterung sind vor allem Öffnungszeiten und Schließtage.
Betreuung für Kleinkinder besonders schwierig
Vor allem bei Kindern unter drei Jahren gibt es Nachholbedarf. In manchen Gemeinden werden Kinder erst ab 18 oder sogar 24 Monaten aufgenommen. Einzig St. Pantaleon erreicht in dieser Altersgruppe die Kategorie 1A und bietet damit vollzeittaugliche Rahmenbedingungen.
Bei den Drei- bis Sechsjährigen schneiden Aspach, Braunau, Mattighofen, Schalchen, St. Pantaleon und Tarsdorf besonders gut ab.
Problematisch bleiben die Schließzeiten: Elf Gemeinden überschreiten bei Kindergärten und 14 bei Krabbelstuben die gesetzlich vorgesehene Grenze von fünf Wochen.
AK-Präsident Andreas Stangl fordert daher einen Rechtsanspruch auf einen qualitativ hochwertigen Betreuungsplatz vom zweiten Lebensjahr bis zum Ende der Volksschule.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden