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BEZIRK BRAUNAU. Der Bezirksabfallverband Braunau untersuchte den Restabfall in neun Gemeinden des Bezirks. Das Ergebnis: Zwar ging die Restabfallmenge pro Einwohner zurück, aber noch immer landen viele Lebensmittel und Plastik in der Restmülltonne.

Insgesamt 12.500 Tonnen Abfälle werden jährlich im Bezirk Braunau über die Restmülltonne entsorgt. Der Bezirksabfallverband ging der Zusammensetzung des Restmülls auf die Spur und führte in Begleitung der Universität für Bodenkultur Wien eine Analyse von Proben aus neun Gemeinden durch. Es zeigte sich: Die Restabfallmenge pro Einwohner sank im Bezirk Braunau im Vergleich zu 2010 von 124 Kilo auf 119 Kilo jährlich. Die Abfallwirtschaft ist also auf dem richtigen Weg.

Über die Hälfte kein Restmüll

Dennoch könnte jeder Haushalt die Abfallmenge im Restabfall noch deutlich reduzieren und damit Kosten sparen. Denn: 55 Prozent des Restabfalls sind gar keiner. Ein deutliches Einsparungspotenzial, wenn man bedenkt, dass die Abholung und Verbrennung einer Tonne Restmüll gut 290 Euro kostet.

Lebensmittel in der Tonne

Wie die Untersuchung zeigte, landen mehr als 1.800 Tonnen Lebensmittel und organische Abfälle jährlich im Bezirk Braunau fälschlicherweise in der Restmülltonne. „Mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle wären gut und leicht vermeidbar. Müssen allerdings Speisereste trotzdem weggeworfen werden, macht es Sinn, auf eine ordentliche Trennung und Zuordnung zum Bio-Abfall zu achten“, erklärt der Vorsitzende des Bezirksabfallverbands Erich Priewasser. Auch eine erhebliche Menge an Plastik landet nach wie vor achtlos im Restabfall. Für Priewasser heißt dies also, dass die verstärkte Aufklärung, Beratung und Bewusstseinsarbeit in Sachen Trennmoral weiter fortgeführt werden müssen. Er weiß: „Alles was ich aus der Restmülltonne raus- und in das Altstoffsammelzentrum reinbringe, ist für den Bürger eine Gebührenersparnis und durch das Recycling zusätzlich ein Gewinn.“


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