Sanierter Moorlehrpfad lädt zu neuen Entdeckungen ein
EGGELSBERG. Mit dem Frühling erwacht nicht nur die Natur im Ibmer Moor zu neuemLeben – auch der beliebte Moorlehrpfad präsentiert sich rechtzeitig zum Saisonauftakt in erneuertem Zustand. Nach intensiven Sanierungsarbeiten erstrahlen der Rundweg sowie die Aussichtsplattform in neuem Glanz und bieten Besuchernnun ein noch sichereres Naturerlebnis. Passend dazu gibt es auch ein neues Erlebnisangebot: die Moorexkursion „Moor-Detektive unterwegs“.

Das Ibmer Moor als größter zusammenhängender Moorkomplex Österreichs bietet seit Jahrtausenden einen einzigartigen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die sensible Urlandschaft mit ihren Moorlöchern, weiten Streuwiesen und stillen Moorseen übt eine besondere Faszination aus. Um dieses Naturjuwel weiterhin zugänglich und gleichzeitig geschützt zu halten, wurde der Moorlehrpfad in den vergangenen Monaten umfassend saniert.
Sanierung des Pfades
Rund 1.000 Meter des Rundwegs wurden dabei grundlegend überarbeitet. Besonders hervorzuheben ist der barrierefreie Ausbau eines 414 Meter langen Abschnitts: Mit einer Breite von 110 Zentimetern und zusätzlicher Randabgrenzung ermöglicht dieser Teil nun auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein sicheres Naturerlebnis.
Die restliche Strecke bis zur Brücke Peer wurde auf 90 Zentimeter verbreitert und ebenfalls instandgesetzt. Insgesamt wurden rund 970 Quadratmeter neuer Lärchenpfostenbelag von der Eggelsberger Firma Zenz Holzbau verlegt. Das natürliche Material fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und sorgt gleichzeitig für ein dauerhaft stabiles und rutschfestes Begehen des Weges.
Auch die Aussichtsplattform wurde vollständig erneuert: Neben der Sanierung der Piloten wurde der gesamte Aufbau neu errichtet. Rund 50 Kubikmeter Kantholz kamen dabei für den Unterbau zum Einsatz. Von hier aus eröffnet sich Besuchern ein Blick über den nahezu unberührten Landschaftsteil des Pfeiferangers. Ergänzt wird die Infrastruktur durch zwei neu errichtete Ruhebänke, die zum Verweilen einladen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 250.000 Euro.
Neues Moorerlebnis
Pünktlich zum Saisonstart wartet das Ibmer Moor auch mit einem neuen Erlebnisangebot auf: Die Moorexkursion „Moor-Detektive unterwegs“ richtet sich an neugierige Naturforscher jeden Alters. Dabei begeben sich die Teilnehmer mit Natur- und Landschaftsvermittlerin Maria Wimmer auf eine spannende Spurensuche durch das Moor. Im Rahmen der rund viereinhalbstündigen Führung werden unter anderem die Auswirkungen von Wasserentzug im Moor untersucht, seltene Pflanzen wie fleischfressende Arten und Torfmoose unter die Lupe genommen und die Lebensweise gefährdeter Wiesenbrüter erkundet. Auch Fragen wie „Wer raubt die Vogelkinder?“ werden dabei spielerisch geklärt.
Ein Workshop in der Torfhütte, kreative Elemente wie das Formen von Moorknödeln und Lehmfiguren sowie ein Besuch im Moormuseum Hackenbuch runden das Programm ab. Selbst ein kurzes Moor-Fußbad gehört zum Erlebnis dazu.
Naturjuwel mit Verantwortung
Bei aller Begeisterung für die neu gestaltete Infrastruktur bleibt eines zentral: Das Ibmer Moor ist ein hochsensibles Schutzgebiet. Besucher werden daher gebeten, die Wege nicht zu verlassen, Hunde an der Leine zu führen und die Natur respektvoll zu behandeln.


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