RoSi-Rastplatz in Braunau feierte 25 Jahre Menschlichkeit und Toleranz
BRAUNAU. Seit 25 Jahren gibt es in Braunau den RoSi-Rastplatz, Österreichs einzigen betreuten Rastplatz für durchreisende Roma und Sinti. Das Jubiläum wurde mit einem abwechslungsreichen Programm aus Film, Literatur und Musik gefeiert. Zahlreiche Besucher nahmen an den Veranstaltungen teil.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete die Filmvorführung der Komödie „Schwarze Katze, weißer Kater“ von Emir Kusturica im Diesel-Kino. Beim anschließenden Sektempfang nutzten die Besucher die Gelegenheit zum Austausch.
Musikalische Lesung als Höhepunkt
Ein besonderer Programmpunkt war die musikalische Lesung mit dem Schriftsteller Karl-Markus Gauß im voll besetzten Zimt. Gauß beschäftigt sich in seinen Werken unter anderem mit Minderheiten, kultureller Identität und gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Für die musikalische Begleitung sorgte das Lucky Swing Quartett mit Norbert und Leon Asen, Martin Simböck und Helmut Gaiseder. Die Musiker begeisterten das Publikum mit interkulturellen Klängen.
Eine Videobotschaft des bekannten Jazzgitarristen Harri Stojka, der seine Glückwünsche übermittelte, bereicherte die Feier. Auch einige Gründungsmitglieder des RoSi-Rastplatzes waren unter den Gästen. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Buffet mit marokkanischen und kurdischen Spezialitäten.
Vorzeigeprojekt
Organisiert wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten von der ehrenamtlichen RoSi-Arbeitsgruppe, der Initiative Eine Welt, dem Zimt und der Stadtgemeinde Braunau. Der mehrfach ausgezeichnete Rastplatz setzt seit einem Vierteljahrhundert ein Zeichen für ein friedliches Miteinander und gelebte Toleranz.








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