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BRAUNAU. Die erste runde der Bundespräsidentenwahl ist entschieden. Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen gehen in die Stichwahl. Im Bezirk Braunau hätte Andreas Kohl (ÖVP) Platz zwei belegt.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Norbert Hofer (42,5 Prozent) vor Andreas Kohl (15,6 Prozent) und Irmgard Griss (15,3 Prozent) - so hätte das Wahlergebnis ausgesehen, hätte der Bezirk Braunau alleine einen Präsidenten gewählt. Alexander Van der Bellen, der in der Bundeswahl Platz zwei belegte, landete im Bezirk mit 14,49 Priozent nur knapp hinter den Top-Dreien. Der SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer erhielt 9,7 Prozent der Stimmen und Richard Lugner 2,3 Prozent.

Die Freude in der Bezirks-FPÖ über den Wahlsieg ist natürlich groß: „Wir freuen uns natürlich sehr über das Ergebnis, insbesondere im Innviertel und im Bezirk Braunau. In unseren Augen ist Norbert Hofer sicher der geeignetste Bundespräsident und von Seiten der Grünen hätten wir uns nach der Wahl ein bisschen mehr Demokratieverständnis gewünscht. Für die bevorstehende Stichwahl werden wir alles versuchen, dass der nächste Bundespräsident ein freiheitlicher Bundespräsident wird. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn sich die Wähler der anderen Parteien jetzt für Norbert Hofer entscheiden würden“, sagt FPö Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordneter David Schießl.

Optimistisch zeigen sich auch weiterhin die Grünen als Untersützer Van der Bellens. „Wir Grüne sind natürlich sehr froh, dass Alexander Van der Bellen den zweiten Platz erreicht hat. Ich persönlich war aber schon überrascht über den großen Abstand zu Hofer. Dies zeigt, dass man Umfragen nicht vertrauen darf. Bei der Stichwahl wird es aber sicher sehr spannend, denn Van der Bellen ist ein Kandidat, der für alle Wähler da ist – und das ist seine Stärke.“, betont Grüne-Bezirkssprecher und Bundesrat David Stögmüller.

Große Enttäuschung herrscht hingegen bei den beiden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP. „Zuerst möchte ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken, die für unseren Kandidaten Andreas Kohl gestimmt haben. Wir von der ÖVP hätten mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Für die Zukunft heißt es jetzt, innerhalb der ÖVP Geschlossenheit zu bewahren und den Bürgerkontakt noch weiter zu verstärken“, erklärt ÖVP-Bezirksparteiobmann und Landtagsageordneter Franz Weinberger.

Und auch Erich Rippl SPÖ-Bezirksobmann-Stellvertreter und Landtagsabgeordneter ist schockiert: „Dieses Ergebis ist für uns als SPÖ natürlich katastrophal. Mit so etwas hätte ich nicht gerechnet. Jetzt muss sich die Regierungspartei endlich überlegen, wie es weitergehen soll, denn die Unzufriedenheit der Bürger ist mit jeder Wahl deutlicher zu spüren. Für uns, besonders als Kommunal- und Landespolitiker, heißt es jetzt noch mehr zu arbeiten und härter zu kämpfen. Natürlich muss man aber auch so fair sein und den Kandidaten der Gewinnerparteien zu dieser Leistung gratulieren.“

In einem Monat werden die Bürger erneut zum Urnengang gebeten. Dann entscheidet sich entgültig, ob Norbert Hofer oder Alexander Van der Bellen in die Hofburg einzieht.


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