Blick aufs Handy ist beim Fahren noch gefährlicher als Alkoholeinfluss
BRAUNAU. Ablenkung gilt heutzutage als Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle. Dazu tragen besonders moderne Medien im Fahrzeug bei. Wie diese mit sicherem Fahren künftig besser vereinbar sind, untersucht derzeit das Ranshofner Unternehmen Audio Mobil.

In Zeiten fortschreitender Digitalisierung ist in Zukunft nicht nur der Gesetzgeber gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen für eine gefahrlose Fortbewegung zu schaffen, sondern auch die Automobilhersteller und Zulieferer. Ziel muss es sein, gemeinsam mit der IT-Welt Standards zu entwickeln, die eine sichere Fahrzeug-Bedienung ermöglichen. Ein Unternehmen, das sich bereits seit 27 Jahren mit diesen Themen beschäftigt, ist Audio Mobil mit Sitz in Ranshofen. Gemeinsam mit der Universität Salzburg wurde vor sieben Jahren eine entsprechende Grundlagenforschung gestartet. „Wir wissen seit Beginn der durchgeführten Studienreihen, dass es teils erhebliche Ablenkungspotenziale bei modernen Fahrzeugsystemen gibt. Eine der zahlreichen Erkenntnisse ist, dass Ablenkung beim Fahren durch beispielsweise ein Smartphone sich noch negativer auf die Fahraufgabe auswirkt als in der Vergangenheit Alkohol- oder Drogeneinfluss“, erklärt Geschäftsführer Thomas Stottan.
Neuen Medien im Auto
Ziel müsse es also sein, Smartphones und mobile Geräte wie Navigationssysteme betriebssicher in Fahrzeuge zu integrieren und somit das Ablenkungsrisiko zu minimieren. „Dazu müssen Standards geschaffen werden, die sich an den Menschen orientieren und nicht an der Technik“, betont Stottan, der dringenden Handlungsbedarf sieht. Die Technologien müssten ohne viel nachzudenken und intuitiv verwendbar sein oder überhaupt erst dann funktionieren, wenn das Fahrzeug parkt.


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