Kindergarten: Eltern sind laut ÖVP bereit zu zahlen
BRAUNAU. Nach der Einführung von Elternbeiträgen für die Nachmittagsbetreuung im Februar gibt es eine erste Bilanz der 35 ÖVP-Gemeinden im Bezirk. Damit reagiert die ÖVP auf den Vorwurf der „Kindergarten-Strafsteuer“ von Seiten der SPÖ und der Grünen.

Im Schnitt sei ein Fünftel der Kinder seit der Einführung der Nachmittagsgebühren abgemeldet und keine einzige Gruppe geschlossen worden – zumindest in den 35 ÖVP-geführten Gemeinden des Bezirks. Dies ergab eine Erhebung der Bezirks-VP auf Nachfrage bei den jeweiligen Bürgermeistern.
Nachmittagsbetreuung fast überall kostenpflichtig
„Ich gebe zu, dass die Einführung des Elternbeitrags in der zeitlichen Kürze für die Gemeinden eine Herausforderung war“, macht Landtagsabgeordneter Gerald Weilbuchner ein Zugeständnis zu der Kritik von SPÖ und Grünen. Das Wort „Kindergarten-Strafsteuer“ will er jedoch nicht gelten lassen: „Die Menschen sind bereit, für eine hochwertige Betreuung auch etwas zu zahlen.“ Schließlich sei die Nachmittagsbetreuung in allen Bundesländern, außer Wien, kostenpflichtig. Auch dass sich die Eltern die Beiträge nicht leisten können, stimme laut Weilbuchner nicht, da die Gemeinde soziale Härtefälle von der Gebühr befreien könne. Er ist optimistisch: „Für die Zeit nach dem Sommer wird bereits wieder mit Neuanmeldungen gerechnet.“
Eine Evaluierung von Seiten des Landes soll in den nächsten Monaten die tatsächlichen Folgen der Wiedereinführung der Nachmittagsgebühren zeigen.


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