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BRAUNAU/FLACHGAU. Die beiden FPÖ-Bezirksobmänner und Landtagsabgeordneten David Schießl aus dem Bezirk Braunau und Hermann Stöllner aus dem Salzburger Flachgau wollen gemeinsam länderübergreifende Infrastrukturmaßnahmen forcieren.

Foto: Reiter
Foto: Reiter

„Jahrelang haben die Bundesländer ihre eigenen Süppchen gekocht, wir wollen jetzt miteinander die Probleme angehen“, betont Hermann Stöllner, Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Anders als in Oberösterreich ist die FPÖ hier in der Opposition. Er und der Braunauer Landtagsabgeordnete David Schießl wollen künftig gemeinsam länderübergreifende Infrastrukturmaßnahmen angehen. Während in Oberösterreich derzeit einiges umgesetzt werde, sei es in Salzburg eher zäh, bedauert Stöllner.

Salzburger Lokalbahn

Beide sehen die Salzburger Lokalbahn als Erfolgsprojekt. Nachdem es bereits einen Bahnhof in Ostermiething gibt, der sehr gut angenommen wird, besteht der Wunsch, diese noch weiter in den Bezirk Braunau zu verlängern. Vor allem in Richtung Eggelsberg mit dem stark expandierenden Unternehmen B&R müsse man sich künftig Gedanken machen, betont Schießl: „Das würde mit Sicherheit ein Erfolg werden.“ Stöllner wünscht sich für die Salzburger Lokalbahn außerdem einen Viertel-Stunden-Takt. Sauer stößt ihm jedoch die Umstellung auf ein neues Tarifmodell, mit günstigeren Fahrpreisen, auf: „Es hätte zunächst eine Verbesserung der Infrastruktur kommen müssen. Hier wurde Schritt zwei vor Schritt eins gemacht.“

Mattigtalbahn

Eine weitere Bahnlinie, die beide Länder verbindet, ist die Mattigtalbahn. Bis 2027 könnte diese laut Schießl vollständig elektrifiziert und überarbeitet sein. „Das hängt natürlich davon ab, ob die Zusagen für finanzielle Mittel auch beim neuen Minister halten werden“, betont er, nach derzeitigem Stand wäre die Finanzierung jedenfalls gesichert und auch von der ÖBB gäbe es diesbezüglich eine Zusage. Auch Stöllner sieht neben einem Halb-Stunden-Takt eine Modernisierung für dringend notwendig, immerhin würden die Diesel-Loks auch über Salzburger Gebiet bis Freilassing fahren. Zudem bedauert er, dass Steindorf als Knotenpunkt massiv zurückgefahren werde: „Das macht die Situation nicht besser.“

Umfahrungen

Im Bereich des Straßenbaus berichtet Schießl von Fortschritten. So könne die Umfahrung Mattighofen-Munderfing Ende 2020/Anfang 2021 weitergebaut werden. Zudem sind nun die Korridore für die Umfahrung Friedburg-Heiligenstadt in Lengau sowie die Spangen Jeging und Höcken verordnet. In Folge sei Salzburg gefordert, eine entsprechende Anbindung zu planen und Vorsorge dafür zu treffen, betont Stöllner, um damit die bereits umgesetzte „halbe Umfahrung“ Straßwalchen zu komplettieren. Er jedenfalls möchte versuchen, den „Schwung aus Oberösterreich“ in den Landtag mitzunehmen.


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