Amag plant neue Schmelzanlage – Entscheidung liegt beim Land
BRAUNAU-RANSHOFEN. Um seinen geplanten Wachstumskurs konsequent fortsetzen zu können, plant der Ranshofener Aluminiumkonzern Amag den Bau eines neuen Schmelzofens. Der Neubau wird derzeit in einem Umweltverträglichkeitsverfahren geprüft.

Der Aluminiumhersteller Amag aus Ranshofen prüft den Bau eines neuen Schmelzofens. Aus diesem Grund läuft bereits eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Landes Oberösterreich. „Wir brauchen dazu natürlich die Zustimmung und Genehmigung. Die entsprechenden Unterlagen konnten auch beim Gemeindeamt eingesehen werden und sind sehr ausführlich dargestellt“, erklärt Amag-Pressesprecher Leopold Pöcksteiner. Dem Unternehmen ist vor allem das Recycling von Aluminium sehr wichtig, um dadurch einen positiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. „Wir bemühen uns natürlich sehr, alles möglichst verträglich zur Umwelt zu gestalten und nehmen dabei selbstverständlich auch die Bedenken der Bürger und Anwohner sehr ernst“, meint Pöcksteiner.
Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben
Besorgte Ranshofener Bürger und Anwohner haben sich bereits mit einer Unterschriftenaktion gegen den geplanten Ausbau stark gemacht. Pöcksteiner selbst habe bisher aber noch keine Kritik von Seiten der Bevölkerung erreicht, meint der Amag-Sprecher. Für die konsequente Fortsetzung der Wachstumsstrategie sei die Erweiterung der Schmelzkapazitäten sehr wichtig für das Unternehmen, auch im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, erklärt Pöcksteiner. Eine Entscheidung der Umweltverträglichkeitsprüfung, zu dem und auch zum generellen Vorhaben der Amag schriftlich Einwendungen erhoben werden konnten, wird im Herbst erwartet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden