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OÖ/BEZIRK. Die Tourismusbranche wurde von der Coronakrise hart getroffen. Nun folgt der Neustart des Oberösterreichischen Sommertourismus – unter anderem mit einer neuen Kampagne.

Ibmer Moor Foto: Maria Wimmer
Ibmer Moor Foto: Maria Wimmer

Die Tourismusbranche wurde von der Coronakrise schnell und hart getroffen. „In einer ersten Phase ist daher eine aktive Krisenbewältigung in Form von rascher Hilfe für die Tourismusbetriebe im Vordergrund gestanden“, erklärt Tourismuslandesrat Markus Achleitner. „Jetzt kommen wir in Phase zwei - das ist der Neustart des Tourismus.“ Mit 15. Mai sperrt die Gastronomie wieder auf, mit 29. Mai die Hotellerie und Beherbergungsbetriebe. An Lösungen für Thermen und Co wird gearbeitet.

Neue Kampagne

Um das Comeback zu schaffen, setzt man auf die österreichischen Gäste: „Wir haben hier einen Vorteil“, betont Achleitner. Schon vor der Krise waren 52 Prozent der Gäste in Oberösterreich Österreicher gewesen. Damit liegt das Bundesland unter jenen Ländern mit dem höchsten Anteil an heimischen Gästen. Um diese verstärkt anzulocken gibt es nun eine neue „Urlaub in Oberösterreich“-Kampagne. Diese besteht einerseits aus der Kampagne „Drinnen ist nicht draußen. Komm raus und erlebe Oberösterreich“ des Oberösterreich Tourismus und andererseits der Kampagne „Zruck in die Gastro“ der Wirtschaftskammer.

Erholung in der Natur

„Die Kampagne haben wir schon zu Anfang des Jahres konzipiert - schon vor Corona.“ Mit der Krise erhalte diese jedoch eine besondere Aktualität. Die Sehnsucht der Menschen nach Freizeit und Erholung in der Natur sei nach den wochenlangen Corona-Beschränkungen sehr groß, sind sich Achleitner und Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus, einig. „Wir sehen eine sehr große Nachfrage nach Radfahren und Wandern“, erklärt Winkelhofer, „das Naturerlebnis steht jetzt im Zentrum.“

Vielfältiges Oberösterreich

Das Angebot diesbezüglich sei vielfältig: Von Kraftplätzen entlang der Donau und im Böhmerwald, über Rennradfahren im Alpenvorland oder Wandern in den oberösterreichischen Bergen bis hin zum Entdecken der Moor- und Seenlandschaft im Innviertel. „Gerade die vielfältigen Naturräume in Oberösterreich ermöglichen uns jetzt viel Freiraum. Ein Freiraum, der sich perfekt mit den Stärken im naturtouristischen Angebot Oberösterreichs ergänzt.“

Kampagnen-Start im Mai

Insgesamt kostet die Kampagne zwei Millionen Euro und startet mit Mai. „Jetzt gilt es, Stammgäste und Wiederkehrer zu aktivieren und vor allem neue Gäste aus Österreich zu gewinnen“, betont Achleitner. Mit der Öffnung des Tourismus ergeben sich nämlich nicht nur Perspektiven für Tourismusbetriebe und Arbeitnehmer: „Es ist auch eine Perspektive für die ganze Zulieferindustrie für den Tourismus – wie die Bäcker und die Fleischer.“

Natur erleben im Entdeckerviertel

Auch der grenzübergreifende Tourismusverband Entdeckerviertel mit 20 Mitgliedsgemeinden im Bezirk Braunau, Salzburg und Bayern, beteiligt sich an der Kampagne. Geschäftsführer Georg Bachleitner ist überzeugt, dass das Entdeckerviertel mit seinen vielfältigen Naturräumen, wie dem Ibmer Moor, und fünf Kleinstädten genau das passende Angebot für die jetzige Zeit liefert: „Die Menschen wollen jetzt die Natur und Ruhe genießen und nicht in die ganz großen Hot Spots.“Unter den Mitgliedsbetrieben herrsche Freude, dass es wieder weiter geht, aber auch eine vorsichtige Erwartungshaltung, erklärt Bachleitner, denn Manches sei noch nicht geklärt und man wisse auch nicht, wie sich die Menschen dann tatsächlich verhalten. Zudem sei eine entscheidende Frage für den Tourismus immer noch offen: „Wann öffnen die Grenzen wieder?“


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