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Verschärfte Corona-Maßnahmen in Bayern: Bürgermeister von Braunau und Simbach wollen Lockerung der Richtlinien

Theresa Senzenberger, 27.10.2020 10:22

BRAUNAU/SIMBACH. Ab heute, Dienstag, gilt für den bayrischen Landkreis Rottal-Inn ein zehntägiger Lockdown, seit Freitag gibt es verschärfte Einreisebestimmungen nach Bayern. Für die Grenzstädte Braunau und Simbach hat das große Auswirkungen. Die Bürgermeister der beiden Städte appellieren daher an den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder, die Richtlinien zu lockern.

Johannes Waidbacher, der Bürgermeister von Braunau, verfasste gemeinsam mit Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid einen Brief an Ministerpräsident Markus Söder, in dem sie für eine Lockerung der Richtlinien appellieren. Foto: Scharinger

Seit Freitag müssen Menschen, die von Österreich nach Deutschland einreisen und keinen negativen Coronavirus-Test vorweisen können, 14 Tage in Quarantäne, wenn sie zuvor mehr als 48 Stunden in Österreich verbrachten. Grenzpendler müssen einmal pro Woche einen negativen Coronatest vorlegen. In Simbach soll daher ein neues Testzentrum eingerichtet werden, verkündete Michael Fahmüller, Landrat von Rottal-Inn.

Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 müssen angesichts der steigenden Zahlen gesetzt werden, da sind sich auch Johannes Waidbacher, der Bürgermeister von Braunau, und Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid einig. Die neue Gesetzeslage in Bayern stelle allerdings die Bürger sowie zahlreiche Berufspendler vor große Herausforderungen und werfe unzählige Fragen auf.

Grenzschließung als Herausforderung

Dass eine Grenzschließung zu enormen wirtschaftlichen Einbußen führen kann, zeigte die Schließung im ersten Halbjahr 2020. „Wenn der Grenzübertritt nur einseitig möglich ist, kommt das wirtschaftliche, das gesellschaftliche, das politische und vor allem das familiäre Leben in beiden Städten praktisch zum Erliegen. Dies stellt uns als Bewohner der Grenzregion vor große Herausforderungen“, heißt es in einem Schreiben der beiden Bürgermeister an Söder. Darin bitten die Stadtoberhäupter Söder, die aktuelle Lage zu überdenken, und betonen die enge Verflechtung von Braunau und Simbach sowohl im wirtschaftlichen, sozialen als auch politischen Bereich.

Mit einer Änderung des rechtlichen Rahmens soll für die Städte und Gemeinden im Grenzraum entlang von Salzach und Inn eine Erleichterung herbeigeführt werden. Auch die Bürgermeister von Neuhaus und Schärding verfassten bereits eine ähnliche Bitte an Ministerpräsident Söder.


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