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BRAUNAU. Der Equal Pay Day war im Bezirk Braunau heuer am 18. Oktober. Das bedeutet: Die Braunauer Männer haben an diesem Tag jenes Einkommen erreicht, für das Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen.

Die Gewerkschaftsfrauen des ÖGB Braunau machten bei einer Verteilaktion auf das ungleiche Einkommen von Frauen und Männern aufmerksam. (Foto: ÖGB / EPD Verteilaktion)

Frauen verdienen um 20,4 Prozent weniger als Männer. Darauf machte der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) Braunau mit einer Verteilaktion aufmerksam.

„Die Lohnschere schließt sich viel zu langsam. Frauen müssen endlich fair bezahlt werden“, betont Martina Priewasser, die Frauenvorsitzende des ÖGB Braunau. Um das zu erreichen, seien noch viele Schritte notwendig. „Es ist immer noch Realität, dass Frauen aufgrund fehlender Betreuungsangebote für Kinder oder zu pflegende Angehörige keine Möglichkeit haben, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen“, so Priewasser.

Viele unbezahlte Arbeit

Frauen stemmen ihr zufolge nach wie vor einen wesentlichen Teil der unbezahlten Arbeit in der Betreuung und im Haushalt. Die Belastung von Frauen sei hoch. „Sie arbeiten nicht weniger als Männer, sondern verdienen nur weniger Geld dabei.“

Es sei daher notwendig, die Kinderbetreuungsangebote in Oberösterreich flächendeckend auszubauen. Außerdem fordern die Gewerkschaftsfrauen eine Einkommenstransparenz in den Betrieben.


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