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Leserartikel Michelle Baumann, 15.05.2024 13:31

BURGHAUSEN. Seit 1998 informiert Wacker die Öffentlichkeit über Daten und Fakten zu seinen Umweltleistungen und Emissionen der Verbrennungsanlagen am Standort Burghausen. Nun liegt der Bericht über die Ergebnisse für das Jahr 2023 vor.

  1 / 3   Das Dach des Logistikzentrums ist eines von mehreren Dächern am Standort Burghausen, die zuletzt mit Photovoltaikanlagen bestückt wurden. (Foto: Georg Willmerdinger/Wacker Chemie AG)

Im vergangenen Jahr gelang es durch neue technische Lösungen und effiziente Prozesse CO2- Emissionen zu reduzieren. Einen Beitrag dazu leistete unter anderem die Silan-Destillation Nord in Burghausen: Die neue Destillationskolonne nutzt die Abwärme der vorherigen Kolonnen, damit sinken die Wärmeverluste und es wird weniger Energie verbraucht. Das bedeutet zugleich eine CO2-Einsparung von 26.000 Tonnen in diesem Bereich im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022.

Staubniederschlag

Um den Staubniederschlag möglichst niedrig zu halten, wird permanent an technischen Verbesserungen gearbeitet. Hierzu ging im November 2023 der neue Staubfilter bei der Schlammverbrennungsanlage in Betrieb. Grundlage hierfür ist die neue europäische Anforderung an Staubgrenzwerte für die Abfallverbrennung. Wacker hat dies weit vor einer nationalen Rechtsgrundlage oder behördlichen Anordnungen geplant und pünktlich umgesetzt.

Ausbau Erneuerbarer Energien

Deutlich voran ging es 2023 beim Ausbau Erneuerbarer Energien direkt am Standort. So wurden mehrere große Dachflächen mit Photovoltaikanlagen bestückt. Insgesamt 3705 PVModule auf einer Gesamtfläche von rund 14.500 Quadratmetern wurden aufgestellt. Das entspricht einer Modulleistung von 1.500 Kilowatt-Peak. Bis Mitte 2022 hatten gesetzliche Vorgaben einen größeren PV-Ausbau im Werk stark behindert. Seit Wegfall dieser Restriktionen wird der umfassende Ausbau an PV-Flächen geprüft.

Nachhaltigkeitsziele

Zu den Nachhaltigkeitszielen von Wacker gehört der verantwortungsvolle Umgang mit der wichtigen Ressource Wasser. Alle Aspekte wurden im Rahmen des Programms „Wacker Water Stewardship“ analysiert. Die Wasserversorgung – vor allem im Kühlwasserbereich – wurde nahezu mit 100 Prozent aus Oberflächenwasser aus dem Alzkanal gedeckt, wobei rund 99 Prozent wieder an das Flusssystem Alzkanal und Salzach zurückgegeben werden.

Reinigung von Chlorwasserstoff

Wacker investiert am Standort Burghausen zusätzlich in ein innovatives Verfahren zur Reinigung von Chlorwasserstoff in der Siloxan-Erzeugung. Mit dem Projekt „HCl-Reinigung“ setzt Wacker hier neue Maßstäbe: Ein zweistufiger Prozess sorgt dafür, dass in Zukunft über 90 Prozent der siliciumorganischen Verbindungen bereits im Betrieb entfernt und in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Dadurch können jährlich 135 Tonnen solcher Verbindungen zurückgehalten werden und gelangen nicht ins Abwasser.

Abfallentsorgung

Wacker betreibt am Standort Burghausen Anlagen zur sicheren und umweltfreundlichen Entsorgung von Abfällen, die mit modernsten Filtertechniken und mehrstufigen Abgasreinigungsanlagen ausgestattet sind. Damit behandelt und beseitigt Wacker Abfälle, die nicht stofflich verwertet werden können, nutzt ihr energetisches Potenzial zur Dampferzeugung und vermeidet unnötige Abfalltransporte. Wie in den vergangenen Jahren konnten auch 2023 die vorgeschriebenen Grenzwerte der Anlagen sicher eingehalten werden. Die Anstrengungen zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen werden unvermindert weitergeführt, um Emissionen und Ressourcenverbrauch weiter zu minimieren. Dennoch stieg im Jahr 2023 die spezifische Abfallerzeugung deutlich an. Der Grund: 2023 kam es wegen der deutlich geringeren Nachfrage zu einer rückläufigen Produktionsmenge. Die Abfallmengen konnten jedoch nicht im gleichen Maß reduziert werden, da einige Betriebe unabhängig von der Auslastung betrieben werden müssen.


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