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BRAUNAU. Die Stadt Braunau hat im Programm „Paris, wir kommen“ gemeinsam mit dem Klimabündnis Oberösterreich eine kommunale Klimastrategie bis zum Jahre 2040 entwickelt. Schwerpunkte sind Stadtentwicklung, Mobilität und Klimawandelanpassung – für die Umsetzung fordert die Abgangsgemeinde Unterstützung von Land und Bund.

V.l.: Martin Schott (Klimabündnis OÖ), Tanja Denk (Stadtgemeinde Braunau), Bürgermeister Johannes Waidbacher, Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder und Stadtrat Günter Winterstätter (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) betonte, dass es zur Erreichung der Klimaziele rasche und konsequente Emissionsreduktionen brauche. Mit „Paris, wir kommen“ würden in Oberösterreich kommunale Strategien erarbeitet – verbunden mit dem Anspruch, dass teilnehmende Gemeinden jährlich Mittel für Klimaschutz und Anpassung budgetieren. Braunau gehe hier als Beispiel voran, so Kaineder.

Maßnahmen in Umsetzung

Bürgermeister Johannes Waidbacher (ÖVP) verwies darauf, dass die Stadt bereits seit Jahren in Umwelt- und Klimaschutz investiert, etwa über ein Gesamtenergiekonzept, den Ausbau der Radinfrastruktur oder die Umstellung des kommunalen Fuhrparks auf Elektromobilität. Als weiteres Projekt wurde die grenzüberschreitende Geothermie-Wärmeversorgung mit Simbach genannt.

Die neue Strategie bündle diese Aktivitäten erstmals in einem gemeinsamen Rahmen und schaffe Planungssicherheit. Gleichzeitig machte Waidbacher die finanzielle Lage zum Thema transparent: Braunau sei als Abgangsgemeinde für diese Maßnahmen auf Unterstützung von Land und Bund angewiesen.

Zentrale Maßnahmen

Die Strategie ist Ergebnis eines Arbeits- und Beteiligungsprozesses und soll Grundlage für konkrete Umsetzungsentscheidungen der kommenden Jahre sein. Stadtrat Günter Winterstätter (Grüne) nannte als zentrale Felder klimafitte Stadtentwicklung, nachhaltige Mobilität sowie Anpassung an Folgen des Klimawandels.

Geplant sind unter anderem Entsiegelung und hochwertige Grünraumgestaltung, die Weiterentwicklung der Radinfrastruktur sowie energetische Sanierungen kommunaler Gebäude wie Schulen und Kindergärten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem im Projekt adaptierten Schwammstadt-Prinzip, das mit lokalen Ressourcen helfen soll, Hitze- und Starkregenereignisse besser abzufedern und das Mikroklima zu verbessern.

Unterstützung vom Klimabündnis OÖ

Martin Schott vom Klimabündnis Oberösterreich sprach von einem „starken Fundament“, um Klimaschutz dauerhaft in Verwaltung, Politik und Investitionsentscheidungen zu verankern. Das Klimabündnis kündigte an, Gemeinden auch weiterhin mit Beratung, Maßnahmenplanung, Wissenstransfer und Vernetzung bei der Umsetzung zu begleiten.


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