Land und AMS spannen Sicherheitsnetz für KTM-Beschäftigte auf
MATTIGHOFEN. Wie Tips berichtete, plant der KTM-Mehrheitseigentümer Bajaj Mobility Restrukturierungsmaßnahmen und den Abbau von weiteren 500 Arbeitsplätzen bei der KTM AG. Deshalb wollen das Land OÖ und das Arbeitsmarktservice (AMS) OÖ betroffene Mitarbeiter mit einer Insolvenzstiftung auffangen. Die Stiftung solle „gemeinsam mit weiteren Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik“ rasch Unterstützung und neue Perspektiven bieten.

Die Anpassungen betreffen laut Angaben des neuen Mehrheitseigentümers Bajaj Mobility AG vor allem den Verwaltungsbereich. Im Zuge der Effizienz- und Kostensenkungspläne sollen rund 500 Arbeitsplätze abgebaut werden, zwei Drittel davon in Österreich. Damit ist auch der Standort in Mattighofen unmittelbar betroffen. Bajaj hatte sich nach der Übernahme zwar klar zu KTM als österreichischem Unternehmen bekannt und ausdrücklich den Standort Mattighofen betont, zugleich aber angekündigt, Verwaltungsstrukturen auf Einsparungs- und Effizienzpotenziale zu prüfen.
Unterstützung für Betroffene
Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner spricht von einem „tiefen Einschnitt“ für die Betroffenen. Man möchte „Sicherheit und konkrete Unterstützung“ anbieten. Ziel müsse nun sein, mit einem „wirksamen Sicherheitsnetz“ rasch neue berufliche Chancen zu eröffnen.
Konkret steht dafür die bereits geschaffene Stiftung für die Automotive-Branche bereit. Von ursprünglich 400 Plätzen seien derzeit noch mehr als 300 verfügbar, heißt es. Ergänzend verweist das Land auf weitere Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik, etwa die Direktvermittlung über die Job-Drehscheibe, um Betroffene möglichst rasch in regionale Unternehmen weiterzuvermitteln.


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