Vom Ausnahmeschüler der HTL Braunau zum KI-Pionier
BRAUNAU. Der ehemalige Schüler der HTL Braunau Peter Steinberger sorgte mit seinem KI-Agenten „OpenClaw“ international für Schlagzeilen. Nun wechselt er zum US-Konzern OpenAI.

Mit seinem KI-Agenten „OpenClaw“ hat Peter Steinberger weltweit Aufmerksamkeit erregt. Das System kann Computer eigenständig bedienen, Nachrichten über Messenger steuern, E-Mails beantworten, Reisen buchen und Termine verwalten. Der weitgehend autonom agierende Assistent gilt als wichtiger Schritt in Richtung persönlicher digitaler Helfer der nächsten Generation. Auch Sam Altman zeigte sich beeindruckt und bezeichnete Steinberger öffentlich als Genie. Künftig wird der gebürtige Braunauer bei OpenAI eine Arbeitsgruppe leiten, die an der Entwicklung intelligenter Agenten arbeitet.
Seine Wurzeln liegen an der HTL Braunau. Von 2000 bis 2005 besuchte er dort die Abteilung Elektronik und Technische Informatik und maturierte mit Auszeichnung. Lehrkräfte erinnern sich an einen außergewöhnlich talentierten, wissbegierigen und zugleich angenehmen Schüler. „So einen bekommt man ganz selten und er bleibt einem im Gedächtnis“, sagt sein früherer Informatiklehrer Hans Jakob.
Förderliches Lernklima
Neben Begabung und Fleiß habe auch das Umfeld entscheidend beigetragen, betont der langjährige Bildungsberater an der HTL Braunau Anton Planitzer. Das förderliche Lernklima, intensive fachliche Diskussionen im Internat Osternberg und der projektorientierte Unterricht hätten früh selbstständiges, innovatives Arbeiten gefördert.
Heute schließt sich der Kreis: Im KI-Schwerpunkt der HTL wird „OpenClaw“ bereits im Unterricht analysiert und getestet. Direktorin Gerda Schneeberger zeigt sich stolz auf den erfolgreichen Absolventen – und hofft auf ein künftiges gemeinsames Projekt mit OpenAI.


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