Unternehmens-Insolvenzen im Bezirk Braunau gestiegen
BEZIRK BRAUNAU. Die aktuelle KSV1870-Statistik zeigt im ersten Quartal 2026 einen Anstieg bei Unternehmens- und Privatinsolvenzen. Braunau liegt jedoch unter dem Landestrend.

Im Bezirk Braunau ist es im ersten Quartal 2026 zu einem Anstieg der Insolvenzen gekommen. Laut aktueller KSV1870-Statistik mussten neun Unternehmen Insolvenz anmelden, im Vergleich zu sieben im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von 28,5 Prozent. Bei den Privatinsolvenzen wurde ebenfalls ein leichter Anstieg verzeichnet: Hier stieg die Zahl von 20 auf 21 eröffnete Verfahren, was einem Plus von rund fünf Prozent entspricht.
Trotz dieser Entwicklung liegt Braunau damit unter dem oberösterreichweiten Trend. Landesweit wurden im selben Zeitraum 224 Unternehmensinsolvenzen registriert, wobei die Zahl der eröffneten Verfahren sogar rückläufig war.
Hohe Kosten, schwache Nachfrage und Konjunktur
Besonders betroffen bleibt die regionale Wirtschaft durch hohe Kosten, schwache Nachfrage und die anhaltend schwierige Konjunkturlage. Der Bezirk ist stark von der Aluminium- und Metallindustrie sowie deren Zulieferbetrieben geprägt, die sensibel auf internationale Marktschwankungen reagieren.
Im Detail wurden im Bezirk vier Unternehmensinsolvenzen eröffnet, fünf weitere Verfahren jedoch mangels Kostendeckung nicht eröffnet. „Damit steigen die finanziellen Risiken für Gläubiger deutlich“, erklärt KSV1870-Insolvenzreferentin Astrid Aiglsdorfer. Eine frühzeitige Verfahrenseröffnung sei entscheidend für geordnete Lösungen.
Keine Entspannung erwartet
Auch im Privatbereich bleibt die Lage angespannt. Hohe Lebenshaltungskosten führen laut Experten weiterhin zu finanziellen Belastungen vieler Haushalte. Für die kommenden Monate wird keine deutliche Entspannung erwartet.


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