Vier spektakuläre Einsätze der Bergrettung Wachau

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Claudia  Brandt Claudia Brandt, Tips Redaktion, 25.06.2020 15:03 Uhr

WACHAU. Das schöne Wetter und die gelockerten Covid-19 Bestimmungen nutzen viele Sportbegeisterte, vor allem einheimische Wanderer und Kletterer, auf diversen Routen in der Wachau. Dies bescherte der Bergrettung Wachau einen einsatzreichen Start in die Sommersaison. Binnen weniger Wochen konnten die ehrenamtlichen Mitglieder bei vier fordernden Einsätzen Bergsportbegeisterten aus ihrer misslichen Lage helfen.

Anfang Mai stürzte eine Wanderin bei der Kienstockspitze über 15 Meter durch felsdurchsetztes Gelände und musste mit schweren Verletzungen von den Bergrettern erstversorgt werden. Mithilfe einer Vakuummatratze und einer Gebirgstrage wurde sie dann zu einem geeigneten Übergabeplatz für die Taubergung durch den Rettungshubschrauber Christophorus 15 transportiert.

Aufwändige Bergung

Ein paar Tage später stürzte ein Wanderer am Michaelerberg und zog sich ein stark blutende Kopfwunde zu. Bis zum Abtransport mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 2 musste der Mann mittels Gebirgstrage über steiles Gelände von Bergrettern abgeseilt und mit dem geländegängigen Bergrettungsfahrzeug bis zum Landeplatz gebracht werden.

Zwei Hubschrauber im Einsatz

Anfang Juni stürzte eine Kletterin beim Zustieg zu einer Mehrseillängen-Klettertour in der Wachau 20 Meter durch eine steile und steinige Rinne ab und blieb verletzt an einem Baum hängen. Mitglieder der Bergrettung Wachau lokalisierten die Verletzte. Aufgrund des Geländes musste ein Retter abgeseilt werden und konnte die Erstversorgung vornehmen. Anschließend konnte der Rettungshubschrauber Christophorus 15 mittels Taubergung die Verletzte aus der Wand fliegen. Aufgrund der unsicheren Angaben zum Standort der Verletzten war auch der Polizeihubschrauber für eine Suche aus der Luft am Einsatz beteiligt.

Bein gebrochen

Eine gute Woche später wurde die Bergrettung Wachau in den Abendstunden zu einem Einsatz im Klettergebiet Fahnenwand gerufen. Dort stürzte ein Kletterer mehrere Meter ins Seil und zog sich beim Aufprall an der Felswand einen Bruch am Unterschenkel zu. Ein Bergretter (Arzt) vor Ort übernahm die Erstversorgung und alarmierte seine Kameraden. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnten die Bergretter den Rettungshubschrauber C 15 bei einer Taubergung und damit einem raschen Abtransport des Verletzten unterstützen.

30 aktive Bergretter in der Wachau

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien umfasst 30 Ortsstellen mit insgesamt etwa 1.300 Aktiven. Die Ortsstelle Wachau stellt 30 aktive Bergretter, sechs junge Bergretter sind in Ausbildung. Die Mitglieder stehen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bei jedem Wetter freiwillig und unentgeltlich bereit, um bei einem Unfall im unwegsamen Gelände rasch und effizient helfen zu können. Der geografische Wirkungsbereich erstreckt sich von den alpinen Regionen in Niederösterreich über den südlichen Wienerwald bis zur Donau. Bergungen von Tieren im alpinen oder unwegsamen Gelände werden von der Bergrettung ebenfalls durchgeführt.

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