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Leserartikel Martin Grob, 13.09.2018 16:29

DÜRNSTEIN. Rund ein Drittel der gesamten Weinernte der Wachau verarbeitet die Winzergenossenschaft Domäne Wachau. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, investierte das Team um Geschäftsführer Roman Horvath und Kellermeister Heinz Frischengruber nun elf Millionen Euro in eine topmoderne Traubenverarbeitung auf vier Ebenen.

  1 / 8   V. l.: Domäne Wachau Kellermeister Heinz Frischengruber im Gespräch mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leiter (ÖVP), Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer und Domäne Wachau Obmann und Winzer Hans Martin. Fotos: Grob

Das größte Projekt in der Geschichte der Domäne Wachau konnte innerhalb von nur zwei Jahren abgeschlossen werden. Mithilfe der Schwerkraft werden die angelieferten Trauben künftig auf vier Ebenen so schonend wie möglich verarbeitet. Notwendig wurde der Umbau, weil die bisher zur Weinlagerung verwendeten Zisternen nicht mehr zeitgemäß waren. Sie wurden durch Stahltanks ersetzt, die es der Winzergenossenschaft in Zukunft möglich machen, die Qualität des Weins weiter zu erhöhen und Riedenweine aus Einzellagen noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Denn die Domäne ist kleinstrukturiert. 250 Partnerfamilien bewirtschaften 450 Hektar Rebfläche. Darunter so berühmte Lagen wie Tausend­eimerberg, Singerriedel, Achleiten, Kollmitz oder Kellerberg.

Neubau fügt sich harmonisch ein

Kellermeister Heinz Frischengruber war es besonders wichtig, dass sich der Umbau so harmonisch wie möglich in die Weltkulturerberegion Wachau einfügt. Deshalb wurde jeder verfügbare Quadratmeter genutzt und ein Großteil der neuen Traubenverarbeitung in den 300 Jahre alten Weinkeller unter dem Dürnsteiner Kellerberg verbaut.

Ein Ort mit Geschichte

Der längste barocke Weinkeller Österreichs ist ohnehin ein geschichtsträchtiger Ort. So soll hier einst der legendäre Außenminister Leopold Figl (ÖVP) mit seinem russischen Amtskollegen Wjatscheslaw Molotow den Staatsvertrag ausverhandelt haben. Heute ist ein Team von 45 Mitarbeitern dafür verantwortlich, das kulturelle Erbe zu bewahren und gleichzeitig Spitzenweine zu keltern, die auf der ganzen Welt getrunken werden. Ein schwieriger Spagat, der auch mithilfe der neuen Traubenverarbeitung gelingen soll.


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