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EBENSEE/NUSSDORF AM ATTERSEE. Bei einer Tour in Rindbach am 27. Mai gerieten zwei Kletterer aus Nußdorf am Attersee in einen Steinschlag. Einer erlitt eine Prellung im Brustbereich. Zwei weitere Kletterer, die zur selben Zeit in dem Bereich unterwegs waren, wurden nicht getroffen.

Ein 43-Jähriger aus Nußdorf am Attersee und sein 42-jähriger Bruder stiegen gegen 13.45 Uhr in die Mehrseillängentour „Der Weg zum Glück“ in Rindbach, Gemeinde Ebensee ein. Nachdem sie die acht Seillängen der Tour geklettert waren, seilten sie ab. Während des Abseilvorganges trafen sie auf zwei weitere Kletterer, die gerade dieselbe Tour hoch kletterten.

Steine stürzten auf die Kletterer zu

Gegen 16.30 Uhr standen die Brüder gesichert am Stand der zweiten Seillänge, als sie ein dumpfes Geräusch oberhalb von ihnen wahrnahmen. Plötzlich stürzten mehrere Steine auf sie zu. Beide Kletterer versuchten sich zur Wand zu drücken um nicht getroffen zu werden. Ein Stein traf den 43-Jährigen im Brustbereich, wodurch er eine Prellung erlitt.

Suche nach den anderen Kletterern

Nachdem der Steinschlag beendet war, riefen die Brüder nach den anderen Kletterern, erhielten jedoch keine Antwort. Daher setzten sie einen Notruf an die Bergrettung ab. Die beiden Brüder entschieden die gesamte Tour nochmals hoch zu klettern, um der anderen Seilschaft Hilfe zu leisten, falls diese durch den Steinschlag verletzt wurden. Jedoch konnte die zweite Seilschaft nicht angetroffen werden.

Zweite Seilschaft wurde nicht von den Steinen getroffen

Die zweite Seilschaft war kurz vor dem Ausstieg, als der Steinschlag oberhalb von ihr ausgelöst wurde. Keiner der beiden wurde dabei verletzt. Anschließend entschieden sie aufgrund der Steinschlaggefahr nicht wie üblich abzuseilen, sondern rechts über steiles wegloses Gelände aus- bzw. abzusteigen.

Ursache für den Steinschlag noch unklar

Die alarmierten Bergretter und Alpinpolizisten stiegen zum Einstieg der Klettertour auf. Dort wurden die beiden Brüder angetroffen, die gerade abseilten. Der 43-Jährige klagte über leichte Schmerzen im Brustbereich. Anschließend traf auch die andere Seilschaft ein. Gemeinsam stiegen alle Personen hinab zur Forststraße. Wodurch der Steinschlag ausgelöst wurde, konnte noch nicht festgestellt werden.


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