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EBENSEE. Radfahrer und Fußgänger sollen spätestens in einem Monat wieder ins Ortszentrum gelangen können, ohne auf die Bundesstraße ausweichen zu müssen. Der Bau einer Behelfsbrücke ist fix.

Über die gesperrte Traunbrücke wird eine Notbrücke errichtet, die dann Radfahrer und Fußgänger benutzen können.

Diese wird direkt über der gesperrten Traunbrücke errichtet und auf den Brückenköpfen aufliegen, die noch intakt sind. „An beiden Seiten der Traun werden entsprechende Rampen errichtet, um so auf die Notbrücke zu kommen“, sagt SP-Bürgermeister Markus Siller.

Bei einem Gespräch mit Brückenbauexperten des Landes über die weitere Vorgehensweise schlossen sich diese dem Urteil jenes Ziviltechnikers an, der sich nach einer Inspektion für einen Neubau der Brücke aussprach. Vor einer endgültigen Entscheidung folgen aber noch Untersuchungen am Bauwerk. Fest steht: Eine Sanierung der über 60 Jahre alten Brücke wäre technisch und finanziell riskant. Die Restlebensdauer der Ebenseer Traunbrücke betrüge auch im Fall einer kostenintensiven Sanierung lediglich 20 Jahre. Dazu kommt, dass die Brücke – die erste Österreichs in Spannbetonbauweise – im Jahr 1954 nach inzwischen veralteten Sicherheitsnormen errichtet wurde.

Sperre mit Folgen

Durch die Sperre müssen die Bewohner der Ortsteile Langbath und Kohlstatt einen Umweg von mehreren hundert Metern über die stark befahrene B145 in Kauf nehmen, um zum Beispiel Lebensmittel einzukaufen. Das gleiche gilt für jene Ebenseer, die aus ihren Ortsteilen zur Volkschule, in die Kirche, ins Hallenbad oder auf das Gemeindeamt wollen. Mittlerweile liegt auch eine Unterschriftenliste auf, die die Errichtung eines Lebensmittelgeschäftes in den Ortsteilen Langbath und Kohlstatt fordert.


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