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EBERSTALZELL. Die Gemeinde wird Standort eines 16.000 Quadratmeter großen Innovationszentrums zum Thema digitale Zukunft des Handels, errichtet von der Firma Hofer.

So ähnlich wird die Begegnungszone im neuen Innovationszentrum aussehen. Foto: Hofer
  1 / 3   So ähnlich wird die Begegnungszone im neuen Innovationszentrum aussehen. Foto: Hofer

Die Lebensmittel-Handelskette will mit dem „Alpha Retail Network“ neue Maßstäbe für den Handel setzen. Die ehemalige Huemer-Xolar-Halle wird dafür bis Herbst zu einer Bildungs- und Forschungseinrichtung und zu einer Begegnungszone umgestaltet. Darin soll es Büros, Seminarräume, Hörsäle und Labors geben.

Kooperationen

Wissenschaft und Wirtschaft werden hier vereint. Damit sich Ideen entfalten, stellt Hofer den Raum zur Verfügung. Es wird eine Schnittmenge zwischen den Erwartungen des Kunden, den Instrumenten des Handels und den Personen, die diese Instrumente entwickeln und bedienen, geschaffen werden. Im Rahmen des Projektes „Exzellenznetzwerk Logistik.Retail“ wird man auch mit dem Land und der Fachhochschule Oberösterreich kooperieren. „Die Fachhochschule liefert die nötigen Inputs für den Handelsmitarbeiter der Zukunft, verschiedene Partnerunternehmen und Start-ups erhalten zusätzlich zu Hofer Raum und Rückendeckung für ihre zukunftsweisende projektbezogene Lösungsfindung“, erklärt Hofer-Generaldirektor Günther Helm.

Neue FH-Studiengänge

Zwei neue berufsbegleitende Fachhochschul-Studiengänge sind geplant: „Digitales Transport- und Logistik-Management“ beleuchtet die digital vernetzten Güter- und Transportwege der Logistik. Mit “Retail Innovation Management“ (aktuell in der Entwicklungsphase) nehmen Studierende die Auswirkungen neuer Technologien und Trends für den Lebensmittelhandel unter die Lupe. Damit will man den Grundstein für eine Karriere im Handel legen. Für insgesamt 80 Studierende werden in der Retail-Ausbildung österreichweit neue Wege beschritten.

„Uns ist immer die Vernetzung von Forschung, Bildung und Wirtschaft wichtig. Dass Hofer in Eberstalzell selbst Innovationen stark treibt und Mitinitiator dieser Initiative ist, ist natürlich ein starkes Zeichen. Es ist ein tolles Beispiel, wie ein Unternehmen das ideale Umfeld für die Studiengangs-Teilnehmer aus seinem Unternehmen schaffen kann“, frei sich Franz Staberhofer, Leiter Logistikum der FH Oberösterreich.

Hofer setzt digitale Schwerpunkte

Die Hofer KG hat überhaupt in den vergangenen Jahren stark in Digitalisierung investiert. Maßgeschneiderte Newsletter, Kunden als Produkttester und ein Lieferservice sind Beispiele für neue Projekte. Im Hintergrund dieser Prozesse arbeiten Spezialisten an passenden Lösungen. Diesen Experten stehen mit dem Alpha Retail Network neue Türen offen.

Für die vorgesehenen Schwerpunkte „Customer Interaction“, „Supply Chain Management“ und „New (Digital) Business“ sucht Hofer auch laufend neue Mitarbeiter. Idealerweise sind das sogenannte Digital Natives mit unkonventionellen Ideen für Unternehmenszweige der Zukunft.

In den nächsten Jahren hat Hofer noch viel vor: Personalisierte Interaktion und Ansprache über alle Kommunikationskanäle, Automatisierung, Ressourcenteilung und Vernetzung in Bezug auf die gesamte Lieferkette.

Über Hofer

Die Hofer KG mit Sitz in Sattledt hat knapp 480 Filialen und 11.000 Mitarbeiter. Das Standardsortiment umfasst rund 1000 Produkte des täglichen Bedarfs, ergänzt durch wöchentlich wechselnde Aktionsartikel.


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