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EDLBACH. Die Edlbacher Ortsbäuerin Petra Polz setzt auf sinnvollen Umgang mit Lebensmitteln. Sie fertigt aus den Brucheiern ihrer Legehennen selbst gemachte Nudeln, sehr zur Freude der Gäste am „Urlaub am Bauernhof“-Betrieb, die gleich ein passendes Mitbringsel parat haben.

Das Bettenmachen gehört auf einem „Urlaub am Bauernhof"-Betrieb dazu.
  1 / 9   Das Bettenmachen gehört auf einem „Urlaub am Bauernhof"-Betrieb dazu.
Petra Polz führt mit ihrem Ehemann Josef einen „Urlaub am Bauernhof“-Betrieb mit 24 Betten (Ferienwohnungen und Doppelzimmer), 20 Milchkühen, Jungrindern, 5700 Legehennen und einigen weiteren Tieren wie Schafe, Pony, Weidegänse, Hasen und Kaninchen und Katzen. „Man kommt mit dem Konsumenten direkt zusammen und kann ihm viel von der Produktion erklären. Das ist gut, weil dieser oft wenig Ahnung hat, was notwendig ist, damit Lebensmittel auf den Tisch kommen“, erklärt die dreifache Mutter. Österreicher, Deutsche, Polen aber auch immer mehr Tschechen und Ungarn verbingen ihren Urlaub am Knirschenhof. Auch Exoten wie Brasilianer und Koreaner sind immer wieder dabei. „Die Kinder und Eltern können sich frei am Hof bewegen. Besonders das wöchtentliche Lagerfeuer im Sommer taugt den Gästen. Dabei kommen sie untereinander ins Gespräch“, so Polz, die besonders auf ihre Stammgäste stolz ist. Ein Ehepaar kommt diesen Sommer zum vierzigsten Mal. „So ensteht ein freundschaftliches Verhältnis mit den Gästen.“   Legehennen in Freilandhaltung   Mit 18 Wochen kommt eine Legehenne auf den Knirschenhof. Dort legt sie ein Jahr lang ihre Eier in Freilandhaltung. Ab einem Alter von 18 bis 22 Wochen beginnt eine Henne mit dem Eierlegen. Je älter die Henne wird, desto größer und dünnschaliger werden die Eier. Auch die Legeleistung nimmt mit dem Alter ab. Die 5.700 Hennen legen am Anfang der Legeperiode insgesamt rund 5.000 Eier und am Ende rund 4.500 Eier am Tag. Die Eier liefert der Betrieb an die Geflügel GmbH Schlierbach. Dort werden sie geprüft, sortiert, verpackt und an Supermärkte geliefert. Die Herkunft kann anhand des Stempels unter www.eierdatenbank.at geprüft werden. Die Einteilung der Eier erfolgt nach Gewicht: S < 53 Gramm, M 53-63 Gramm, L 63-73 Gramm, XL > 73 Gramm. Ist ein Jahr vergangen, kommen die Hennen zur Suppenhuhnverwertung“. Der Stall wird gereinigt und es ziehen wieder Junghennen ein.   Selbst gemachte Nudeln   Rund 30 von 5000 Eiern sind Brucheier, die nicht verkauft werden können. Daraus fertigt die Bäuerin mehr als 15 verschiedene Sorten Nudeln, die sie ab Hof verkauft. Hauptzutaten sind Hartweizengries und Eier. „Ich sehe darin eine sinnvolle Verwertung, denn Nudeln sind länger haltbar als Eie rund unsere Urlaubsgäste nehmen gerne ein Mitbringsel mit nach Hause“, so die 39-Jährige.   Aufgaben am Hof   Zu ihren Aufgaben am Hof zählen die Koordination der Direktvermarktung, die Betreuung der Gäste am Urlaub am Bauernhof, Melkarbeit, das Eierabnehmen bei den Hennen und viel Büroarbeit wie Buchhaltung, Buchungen und Meldewesen. „Die Wäschepflege haben wir vor kurzem ausgelagert. Der Wäschedienst erspart mit viel Arbeitszeit, das bedeutet eine Verbesserung meiner Lebensqualität“, so die Bäuerin. Am Abend zu lesen ist für sie ein Genuss.   Wertschätzung gegenüber Lebensmittel   Eine kleine Ortsbauernschaft wie Edlbach kämpft mit knappen Teilnehmerzahlen bei diversen Aktivitäten. „Deshalb ist die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Nachbarorten sehr wichtig“, so Polz, dafür sei der jährliche Ausflug sehr gut geeignet. Der Ortsbäuerin ist die Wertschätzung gegenüber den Lebensmitteln sehr wichtig: „Den Konsumenten sollte bewusst sein, welche Arbeit hinter dem Lebensmittel steckt, Auch Tiere haben dafür ihre Leistung erbracht. Es gibt zwar ein Mindesthaltbarkeitsdatum, aber die meisten Lebensmittel sind darüber hinaus haltbar und verwendbar.“

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