Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Brand im Institut Hartheim in Alkoven: Feuerwehrübung mit 170 Einsatzkräften

Online Redaktion, 27.05.2024 08:46

ALKOVEN. Rund 170 Einsatzkräfte haben am Samstagnachmittag im Institut Hartheim in Alkoven für den Ernstfall geübt.

  1 / 12   Samstagnachmittag absolvierten rund 170 Einsatzkräfte im Institut Hartheim ein enorm anspruchsvolle Übung. (Foto: Hermann Kollinger)

Das Institut Hartheim ist eine Einrichtung, die sich der Betreuung von körperlich und/oder geistig beeinträchtigten Menschen annimmt. Zu diesem Zweck steht in unmittelbarer Nähe vom Schloss Hartheim ein entsprechender Gebäudekomplex. Darin werden 150 Klienten betreut, viele sind bettlägrig bzw. Rollstuhlfahrer. Für sie ist zudem die Begegnung mit einer Stresssituation wie im Falle eines Brandes eine zusätzliche Besonderheit. Eine vorangehende Einsatzübung zeigte beispielsweise, dass sogar vertraute Personen, wenn sie dann mit Atemschutzmaske und -gerät präsent werden, zum Angstfaktor werden (inklusive den entsprechenden Reaktionen). 157 Mitarbeiter befinden sich gleichzeitig am Standort in Hartheim.

 Sonderalarmplan für besondere Bedingungen

Von Zeit zu Zeit ist es trotz Vollausstattung mit automatischen Brandmeldern erforderlich, den realen Ernstfall zu üben. Zu diesem Zweck steht auch ein entsprechender Alarmplan (Sonderalarmplan) zur Verfügung, der sich vom regulären Alarmplan vor allem in zusätzlichen Hubrettungsgeräten zeigt. In der Alarmstufe II sind darin zehn Feuerwehren und neben dem Hubrettungsgerät der Feuerwehr Alkoven bereits zwei weitere (nochmals weitere in der Alarmstufe III). Besondere Bedingungen gelten jedoch auch bei der Evakuierung, da beispielsweise die Bergebuchten oder Balkone von den Atemschutzträgern oder der Korbbesatzung erst aufgesperrt werden müssen. Diese sind aus Sicherheitsgründen immer verschlossen!

Mehrere Teilszenarien

Aufgrund der Tatsache, dass mit einer Alarmstufe-II-Einsatzübung auch in Summe neun Feuerwehren involviert sein würden, hat man – um möglichst viele auch beschäftigen zu können – neben dem Hauptszenario weitere Ereignisse mit eingebaut. Dass sie im Ernstfall nun so geballt kommen würden, bleibt anzuzweifeln. Aber Beschäftigung und Üben stand in diesem Nachmittag im Vordergrund.

  • Der auf einer Wohngruppe ausgebrochene Brand hielt sich ursprünglich aufgrund der guten Brandschutzvorrichtungen in Grenzen, jedoch passierten Fehler bei der Evakuierung der Personen. Brandschutztüren blieben offen, so dass es zu einer massiven Rauchverschleppung als auch Brandausbreitung kam und Evakuierungsmaßnahmen in noch größerem Umfang erforderlich wurden.
  • Eine Person stolpert bei der Flucht vor dem Brand im Freien und stürzt in einen fünf Meter tiefen Schacht. Dieser war aufgrund von Arbeiten gerade offen. Der Patient spürte (als Annahme) seine Beine nicht mehr. Dieses Szenario wurde im Laufe der Übung eingespielt, um entsprechende Flexibilität und Zusammenarbeiten auch zwischen “fremden” Feuerwehreinheiten zu fördern.
  • Während der Einsatz läuft, kommt es in einem Bauteil im vierten Stock zu einem weiteren Zimmerbrand. Auch diesen galt es im laufenden Evakuierungsbetrieb abzuarbeiten.
  • Im Zuge eines Atemschutzeinsatzes erleidet ein Atemschutzträger einen medizinischen Notfall. Er bricht zusammen und muss in weiterer Folge entsprechend gerettet werden.

Rettungsdienst und weitere “Player”

Mit im Szenario verpackt war selbstverständlich auch der Rettungsdienst, wobei hier sowohl der Samariterbund als auch das Rote Kreuz im Einsatz standen und die fiktiv Verletzten versorgt haben. Neben der Institutsleitung stand auch Bürgermeisterin Monika Rainer-Weberberger im Einsatz. Landes-Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Michael Hutterer verfolgte das Geschehen ebenso live vor Ort und machte sich ein Bild über die Evakuierungs- und Einsatzmaßnahmen. Alle Abläufe liefen in der Einsatzleitung zusammen, die von der Feuerwehr Polsing gemeinsam mit der Einsatzführungsunterstützung der Feuerwehr Axberg aufgebaut worden ist. Ebenso mit dabei waren Bezirks-Feuerwehrkommandant Thomas Pichler sowie Abschnitts-Feuerwehrkommandant Huber Straßer.

Manöverkritik und Nachbesprechung

Nach der Abarbeitung der Aufgaben stand für die Gruppenkommandanten und Führungskräften bei der Einsatzleitung eine erste Nachbesprechung an, wo es primär darum ging, Auffälligkeiten bzw. Verbesserungspotenziale bekanntzugeben, um diese künftig nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Der Kultursaal beim Schloss Hartheim war dann die letzte Station. Neben der Verpflegung aller Teilnehmer, die dankenswerterweise das Institut Hartheim übernommen hat, gab es für alle Teilnehmer noch eine kurze Zusammenfassung über die Übung, um allen über alle Stationen einen Überblick zu bieten. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt dann eine interne Nachbesprechung mit dem Institut Hartheim.

Beteiligte Feuerwehren

  •     FF Alkoven
  •     FF Polsing
  •     FF Aschach an der Donau (Atemschutzfahrzeug)
  •     FF Scharten
  •     FF Axberg (inklusive EFU)
  •     FF Kirchberg-Thening
  •     FF Leonding (Drehleiter, Ersatz für Leiter Eferding, Leonding regulär in ALST 3)
  •     FF Schönering
  •     FF Marchtrenk

Mit den Feuerwehrleuten und den Rettungskräften standen an diesem Übungsnachmittag rund 170 Personen im Einsatz.

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Schwere Kollision zwischen Pkw und Pritschenwagen in Eferding

Schwere Kollision zwischen Pkw und Pritschenwagen in Eferding

EFERDING. Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Donnerstagfrüh auf der Kreuzung der B134 mit der B129 in Eferding ereignet.

Tips - total regionalOnline Redaktion
Triebwagen schiebt Auto nach Unfall in Prambachkirchen vor sich her

Triebwagen schiebt Auto nach Unfall in Prambachkirchen vor sich her

PRAMBACHKIRCHEN. Auf einer Eisenbahnkreuzung in Prambachkirchen kam es zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Triebwagen.

Tips - total regionalOnline Redaktion
Neun Feuerwehren kämpfen in Scharten gegen Dachstuhlbrand und Mähroboter

Neun Feuerwehren kämpfen in Scharten gegen Dachstuhlbrand und Mähroboter

SCHARTEN. Neun Feuerwehren standen am Mittwoch bei einem Dachstuhlbrand bei einem landwirtschaftlichen Gebäude in Scharten im Einsatz. Ein Großbrand ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Motorradlenker (22) fuhr in Hartkirchen 158 statt 100 km/h

Motorradlenker (22) fuhr in Hartkirchen 158 statt 100 km/h

HARTKIRCHEN. Die Polizei hat einem jungen Motorradlenker in Hartkirchen den Führerschein vorläufig abgenommen, nachdem er viel zu schnell gefahren ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Vier Verletzte bei Motocross-Unfall, Bub (7) ins Krankenhaus geflogen

Vier Verletzte bei Motocross-Unfall, Bub (7) ins Krankenhaus geflogen

BEZIRK EFERDING. Zu einem schweren Unfall kam es am Sonntag gegen 16.40 Uhr auf einem Trainingsgelände einer Motocrossstrecke im Bezirk Eferding. ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Zwei Kleintransporter auf der B134 bei Fraham kollidiert

Zwei Kleintransporter auf der B134 bei Fraham kollidiert

FRAHAM. Aus noch unbekannten Gründen kollidierten Dienstagfrüh auf der B134 Wallerner Straße, Aumühle, im Gemeindegebiet von Fraham zwei ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Weitere Beiträge