Gedenkfeier und Ausstellung in Schloss Hartheim
ALKOVEN. Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim lädt am Donnerstag, 1. Oktober, zu zwei Veranstaltungen ein. Um 16 Uhr wird in der Sala terrena die Ausstellung „Eingestickt“ eröffnet. Ab 17 Uhr findet am Friedhofsgelände des Schlosses die Gedenkfeier für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen statt.

Schloss Hartheim ist heute ein zentraler Lern- und Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen. Zwischen 1940 und 1944 wurden hier rund 30.000 Menschen ermordet, darunter Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, KZ-Häftlinge sowie Zwangsarbeiter.
Das Schloss wurde ab 1940 als eine von sechs Tötungsanstalten der sogenannten „Aktion T4“ genutzt. Seit 2003 ist es nach umfassender Aufarbeitung und Renovierung als Lern- und Gedenkort geöffnet. Erhalten sind unter anderem die ehemalige Gaskammer und der Krematoriumsraum. Die Dauerausstellung „Wert des Lebens“ beschäftigt sich mit dem Umgang mit Menschen mit Behinderungen, der NS-Ideologie und aktuellen Fragen von Inklusion und Menschenwürde. Führungen, Bildungsangebote und Veranstaltungen machen Schloss Hartheim zu einem Ort der Erinnerung und des Lernens.
„Eingestickt“
Bereits um 16 Uhr wird in der Sala terrena von Schloss Hartheim die Ausstellung „Eingestickt“ eröffnet. Die Fotografin Ulrike Wieser und die Historikerin Melanie Dejnega widmen sich darin 67 Bewohnerinnen und Bewohnern des St.-Josef-Instituts in Mils in Tirol. Sie wurden 1940 nach Hartheim gebracht und dort ermordet. Mit 67 bestickten Fotografien macht die Installation die individuellen Lebenswege und Schicksale der Opfer sichtbar.
Die Ausstellung ist bis 14. Februar 2027 im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim zu sehen. Zur Gedenkfeier wird bis 23. September um Anmeldung gebeten. Weitere Informationen gibt es unter www.schloss-hartheim.at.








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