EFERDING. Der Bau der Umfahrung Eferding ermöglichte die Errichtung eines zusätzlichen Schwerverkehrskontrollplatzes an der B129. Dieser, an einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen des Zentralraumes gelegene Kontrollplatz, stellt eine notwendige infrastrukturelle Maßnahme zum Ausbau eines flächendeckenden Netzes an Verkehrskontrollplätzen in Oberösterreich dar.
„Mit einem prognostizierten täglichen Verkehrsaufkommen von 17.000 Fahrzeugen und einem Schwerverkehrsanteil von rund zehn Prozent ist dieser Abschnitt der B129 eine der bedeutendsten Verkehrsverbindungen im Zentralraum. Die Abteilung Verkehr des Landes Oberösterreich setzt – im Gegensatz zu anderen Bundesländern – auf eine gezielte Vor-Selektion der Fahrzeuge. Das erklärt die hohe Trefferquote bei Fahrzeugen mit Sicherheitsmängel, bewirkt aber gleichzeitig einen möglichst geringen Eingriff in die wirtschaftliche Tätigkeit der Transportunternehmen und LKW-Fahrer. Mein Dank gilt den hochspezialisierten Sachverständigen der Verkehrs-Abteilung des Landes Oberösterreich, die diese wichtige Arbeit im Sinne der Verkehrssicherheit mit größtmöglicher Effizienz erledigen“, betont Landeshauptmann-Stv. Reinhold Entholzer (SPÖ) als zuständiger Referent für Verkehrssicherheit. „Seit dem 30. November 2014 kann eine ganze Region aufatmen: Dank der Verkehrsfreigabe des 1. Abschnitts der Umfahrung Eferding konnte die Verkehrssicherheit sowie die Lebensqualität erhöht werden. Die unfallträchtige Ortsdurchfahrt wurde so mittels einer Umfahrung mit Unter- und Überführungen entschärft. Zusätzlich wurde bereits in enger Abstimmung mit der Verkehrsabteilung ein Schwerverkehrskontrollplatz errichtet, der perfekt den Verkehr nach und um Eferding abdeckt. Der ideal gelegene Kontrollplatz erleichtert zukünftig die Überprüfungsmaßnahmen und erhöht somit die Verkehrssicherheit“, zeigt sich Strassenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl (ÖVP) überzeugt. Der Schwerverkehrskontrollplatz Eferding ermöglicht die parallele Überprüfung von Fahrzeugen aus beiden Fahrtrichtungen. Neben der Kontrolle der technischen Eignung der Fahrzeuge wird die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten geprüft. Ebenso sind Gefahrengut- und Tiertransportkontrollen möglich. Geplant sind monatliche Überprüfungen mit Hilfe des mobilen Prüfzuges des Landes Oberösterreich. Weiters kann der Kontrollplatz auch für andere, der Verkehrssicherheit dienenden Kontrollen wie Alkoholtests, PKW- und Motorradkontrollen, sowie verstärkt auch für Geschwindigkeitskontrollen von Mofas (Tuning) genützt werden. Die Kosten für die Errichtung des Kontrollplatzes belaufen sich auf rund 171.000 Euro. Derzeit stehen den Kontrollorganen in Oberösterreich 55 Verkehrskontrollplätze im hoch- und niederrangigen Straßennetz zur Verfügung. Im Jahr 2014 haben die Sachverständigen der Abteilung Verkehr des Landes Oberösterreich an 180 Tagen 5010 vorselektierte Fahrzeuge geprüft. An 2454 Fahrzeugen waren die festgestellten Mängel derart gravierend, dass die Weiterfahrt wegen einer unmittelbaren Gefährdung der Verkehrssicherheit untersagt wurde.
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