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HARTKIRCHEN. Bei mehr als der Hälfte der überprüften Essiggurkengläser ist die Herkunft der verwendeten Gurken nicht direkt auf dem Etikett ersichtlich. Das ergab ein Regio-Check von „Wirtschaften am Land“, dessen Ergebnisse gemeinsam mit efko und der Landwirtschaftskammer Oberösterreich in Hartkirchen präsentiert wurden.

V. l.: Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Robert Pichler, Obmann von Wirtschaften am Land und Thomas Krahofer, Geschäftsführer von efko fordern mehr Transparenz bei der Herkunft von Essiggurken und faire Bedingungen für die heimische Produktion. (Foto: Wirtschaften am Land)

Insgesamt wurden Anfang Juni 98 Produkte in Supermärkten und Diskontern überprüft, darunter 58 Markenartikel und 40 Eigenmarken. Bei 56 Produkten – 57,1 Prozent – fehlte eine klar erkennbare Herkunftsangabe. Besonders häufig war dies bei Eigenmarken der Fall: Bei 31 von 40 Produkten, also 77,5 Prozent, war die Herkunft der Gurken auf dem Glas nicht ausgewiesen. Nur fünf Eigenmarken waren eindeutig mit österreichischer Herkunft gekennzeichnet.

Bei Markenprodukten war die Herkunft laut Erhebung häufiger ersichtlich: 30 von 58 Produkten wiesen Österreich als Ursprungsland aus. Bei 25 Markenartikeln fehlte aber ebenfalls eine eindeutige Angabe.

Die Herkunftskennzeichnung ist bei Essiggurken derzeit nicht verpflichtend, da sie als verarbeitete Lebensmittel gelten. Auf Nachfrage nannten Handelsunternehmen bei Produkten ohne Kennzeichnung teils mehrere mögliche Herkunftsländer. Neun Produkte enthielten laut Angaben der Unternehmen Gurken aus Indien. Bei zwölf Eigenmarken konnte keine eindeutige produktbezogene Herkunft festgestellt werden.

Rund 90 Prozent der österreichischen Einlegegurken stammen laut Landwirtschaftskammer aus Oberösterreich. Die Organisationen fordern daher eine klare und verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Diese solle Konsumenten eine bewusste Kaufentscheidung ermöglichen und die regionale Produktion stärken.


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