Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

EFERDING. Das Gemüse und das Fleisch, das auf den heimischen Tellern landet, sollte regional, saisonal und am besten vom Landwirt um die Ecke stammen. Regionalität bei Lebensmitteln steht bei vielen Konsumenten heute ganz oben auf der Wunschliste. Diesem Trend zufolge entstanden zahlreiche kulinarische Initiativen, zu diesen zählen auch die Genussregionen Eferdinger Landl Gemüse und das Buchkirchner-Schartner Edelobst. Die Funktionäre bangen nun um ihre Marke, denn Bundesminister Andrä Rupprechter beschloss eine Umstrukturierung.

Die Verantwortlichen stehen weiterhin hinter ihrer Marke: Michael Brummaier, Johann Schiefermüller (Obmann Buchkirchner-Schartner Edelobst), Friedrich Huemer (Obmann Eferdinger Landl Gemüse), Josef Berner (Genussbauernhof BIO) und Manfred Schauer (Obmann Eferdinger Landl Erdäpfel)

 Mit der Gründung des Netzwerks Kulinarik wurden neue Strukturen mit neuen Ansprechpartnern geschaffen. Dies solle mehr Überblick im Dschungel der Initiativen schaffen. Die Vernetzungsstelle koordiniert nun strategische Vorgaben wie Kommunikation, Markenführung, Qualitätssicherung oder Datenbanken. Durch diese Änderungen fürchten die Funktionäre der Genussregionen um ihre Eigenständigkeit und vor allem ihre Marke. Das Eferdinger Landl Gemüse war eine der ersten Genussregionen Österreichs. Heute gibt es 116. Die Marke hätte sich seit der Gründung 2005 in der Region etabliert. „Wir haben die Genussregion immer gelebt und sind dahinter gestanden. Es wäre extrem schade, die Marke nicht mehr weiterzuführen, denn der Konsument hat die Marke liebgewonnen und vertraut ihr“, erklärt Fritz Huemer, Obmann des Eferdinger Landl Gemüse. Verunsichert ist man auch in der Genussregion Buchkirchner-Schartner Edelobst: „Die Marke fördert das Bewusstsein beim Konsumenten regional einzukaufen. Es wäre wichtig, dass die Marke bestehen bleibt“, so Obmann Johann Schiefermüller. Auf Unverständnis stoßen die Änderungen auch bei Bio-Landwirt Josef Berner: „Regionalität ist in aller Munde. Zu 90 Prozent ist diese Entwicklung auf die Genussregion zurückzuführen. Jetzt möchte man wieder alles unter ein Diktat stellen.“ Für Thomas Müller, Geschäftsführer des neu gegründeten Netzwerks Kulinarik trifft die Kritik auf Unverständnis, denn es würden sich für die Genussregion nur Vorteile ergeben und er nennt auch den Grund für die Umstrukturierung: „Gewisse Initiativen haben sich eher auseinander entwickelt als dass sie sich näher gekommen sind. Wenn jeder mit seiner eigenen Strategie seiner eigenen Sache nachläuft, dann kostet das am Ende immer mehr Geld und die Effizienz wird immer schlechter. Daher wurden die strategischen Aufgaben, wie die Führung einer gemeinsamen Dachmarke, in das Netzwerk verlagert. Alles was dort entwickelt wird, steht künftig allen Initiativen zur Verfügung, nicht mehr nur einigen Exklusivteilnehmern einzelner Initiativen“. Laut Müller sei es auch so, dass die Genussregionen ihre Marke weiterhin nutzen können. „Die Marke wird noch besser und stärker werden.“ Alle kulinarischen Initiativen sind nun Teil des Netzwerks. Dieser Umstand hätte für die Mitglieder den Vorteil, dass nun alles übersichtlicher werden wird. „Natürlich ist es schwierig, sich in ein neues System einzugliedern, das ist verständlich, aber es geht alles weiter“, so Müller.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Mittelschule Alkoven stellt neuen Schwerpunkt vor

Mittelschule Alkoven stellt neuen Schwerpunkt vor

ALKOVEN. Einblicke in den Unterricht und das Schulleben bietet die Mittelschule Alkoven am Donnerstag, 19. November 2026, von 17 bis 19 Uhr. ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Aschacher Ehepaar hilft seit fast 25 Jahren Kindern in Benin

Aschacher Ehepaar hilft seit fast 25 Jahren Kindern in Benin

ASCHACH. Seit fast 25 Jahren setzen sich Josef und Brigitte Elsener aus Aschach für Schulkinder und Waisen in Benin ein. Was im Februar 2002 ...

Tips - total regionalHelmuth Wimmer
Pfarre Eferdinger Land unterstützen Schulküche in Sambia

Pfarre Eferdinger Land unterstützen Schulküche in Sambia

EFERDING. Eine tägliche Schulmahlzeit für 353 Kinder: Dieses Ziel verfolgt die Schulküchenpatenschaft in der Region und der Pfarre Eferdinger ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Schulkinder in Scharten belohnen rücksichtsvolle Autofahrer

Schulkinder in Scharten belohnen rücksichtsvolle Autofahrer

SCHARTEN. Mit einer Apfel-Zitronen-Aktion machten die Kinder der Volksschule Scharten gemeinsam mit der Polizeiinspektion Eferding auf Verkehrssicherheit ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Silvia Schneider kochte zum Jubiläum der Donauregion in Haibach auf

Silvia Schneider kochte zum Jubiläum der Donauregion in Haibach auf

HAIBACH OB DER DONAU. Gemeinsam mit Küchenchef Marco Embreus gestaltete Schauspielerin Silvia Schneider ein „4 Hands Donau-Dinner“ im Riverresort ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Biohof Achleitner als kinderfreundlicher Betrieb ausgezeichnet

Biohof Achleitner als kinderfreundlicher Betrieb ausgezeichnet

EFERDING. Der Biohof Achleitner wurde vom Österreichischen Familienbund mit dem Prädikat „Kinder Willkommen“ ausgezeichnet. Damit würdigt ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Weitere Beiträge